Der Computerzubehör-Hersteller Logitech dürfte relativ überschaubare Zahlen für sein erstes Geschäftsquartal 2026 vorlegen. Analysten erwarten Umsatz und Ergebnis komfortabel innerhalb der vom Konzern gesteckten Bandbreite. So dürfte der Umsatz im ersten Quartal auf 1,202 Milliarden Dollar angestiegen sein. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte 181 Millionen Dollar betragen und der Reingewinn 195 Milliarden Dollar. Zudem wird eine Bruttomarge von 43,8 Prozent erwartet. 

Analysten erwarten von Logitech wenig Überraschendes. Das erste Geschäftsquartal ist nach Weihnachten traditionell eher unspektakulär. Getragen werden dürfte die Entwicklung insbesondere vom Gaming-Geschäft, aber auch Video-Zubehör könnte laut Experten profiteren.

Grundsätzlich stützt wohl das insgesamt gesunde Konsumumfeld, gleichzeitig lasse der Währungsrückenwind nach und die Margen dürften sich auch durch Investitionen in KI und Marketingausgaben normalisieren. So dürfte die Rekord-Bruttogewinnmarge (Non-GAAP) vom vierten Quartal wahrscheinlich nicht wiederholt werden.

Zudem interessieren mögliche Aussagen über konkrete KI-Projekte. Denn Logitech will stärker in die Forschung und Produktentwicklung investieren, die Kosten aber gleichzeitig unter Kontrolle halten.

Für das erste Quartal hat Logitech einen Umsatz von 1190 bis 1215 Millionen US-Dollar beziehungsweise ein Wachstum von 4 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt. Enthalten ist dabei auch ein negativer Einfluss von 150 Basispunkten durch den Iran-Krieg. Der Non-GAAP-Ebit soll zwischen 195 und 215 Millionen Dollar liegen.

Verbesserte Marge in Sichtweite

Für das Gesamtjahr 2026/27 peilt das Unternehmen eine operative Marge am oberen Ende der langfristigen Zielspanne von 15 bis 18 Prozent an. Für einen konkreten Umsatz- oder Ergebnisausblick über das erste Quartal hinaus war es nach Einschätzung von CFO Matteo Anverso Anfang Mai zu verfrüht.

Insgesamt ist es recht ruhig um Logitech geblieben. Gaming-Fans dürften aber die Nachricht, dass Logitech G als offizieller Peripherie- und Headset-Partner für das neue «Call of Duty: Modern Warfare 4» von Activision ausgewählt wurde, positiv aufgenommen haben. Das lang erwartete Spiel wird am 23. Oktober auf den Markt kommen.

Zudem konnte die Aktie ihren Platz im SMI im Zuge der jährlichen Überprüfung durch die SIX verteidigen. Einige Analysten hatten die Titel als Wackelkandidaten gesehen. 

Seit der Zahlenbekanntgabe für das Schlussquartal Anfang Mai hat die Aktie turbulente Zeiten hinter sich. Zeitweise schnellten die Titel im Zuge der allgemeinen KI-Euphorie auf über 100 Franken nach oben, nur um dann bis Anfang Juli wieder auf knapp unter 76 Franken abzurutschen. Am Montag wurden wieder 86,78 Franken bezahlt.

Gemäss AWP-Analyser stufen sieben Analysten den Titel mit «Kaufen», drei mit «Halten» und zwei mit «Verkaufen» ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 95,10 Franken.

(AWP)