Volkswagen plant einem Medienbericht zufolge ein neues Sparprogramm. Bis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um ‌20 ⁠Prozent gesenkt werden, berichtete das «Manager Magazin» am Montag unter Berufung auf ⁠Informationen aus dem Unternehmen. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz hätten ‌dies Mitte Januar vor den 120 obersten Führungskräften ‌des Wolfsburger Autobauers angekündigt. Dabei ​könnten auch Werksschliessungen zur Debatte stehen. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor.

Grund für den Schritt seien die Renditesorgen angesichts der Flaute in China, der US-Zollpolitik und des schwierigen Wettbewerbsumfelds. Blume ‌wurde mit den Worten zitiert: «Wir müssen die Gewinnschwelle senken.» Das Sparziel von 20 Prozent sei «die Ambition» und gelte für alle Marken ​und Kostenarten. Dies entspräche einem Volumen von rund ​60 Milliarden Euro. Dem Bericht zufolge ​steht der Konzern finanziell unter Druck. Die Ratingagentur S&P habe den Ausblick ‌für Volkswagen kurz vor Weihnachten auf «negativ» gesenkt und auf das Risiko verwiesen, dass der Autobauer die für sein Rating relevanten Finanzkennziffern verfehlen könnte. ​Finanzchef ​Antlitz habe die kürzlich bekannt ⁠gegebenen sechs Milliarden Euro liquider Mittel aufgetrieben, ​unter anderem durch ⁠den Verkauf von Forderungen.

Blume und VW-Markenchef Thomas Schäfer hatten ‌bereits ein Sparprogramm für die Kernmarke VW aufgelegt. Dieses sieht Ergebnisverbesserungen von rund elf Milliarden Euro bis 2026 vor, ‌um eine operative Umsatzrendite von 6,5 Prozent ​zu erreichen. Nachdem es Verzögerungen gab, wurde das Zieldatum auf 2029 verschoben.

(Reuters)