Der Dollar-Index lag am Freitag mit 98,687 Punkten nahe seines am Donnerstag erreichten Drei-Monats-Tiefs von 98,557 Stellen. Auf Wochensicht hat er rund ein Prozent an Wert verloren.
Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Anleihe-Rückkäufe für bestimmte längerfristige Papiere zu verdoppeln, konnten den jüngsten Renditeanstieg am Bondmarkt nur kurzfristig eindämmen. Die Verzinsung der 30-jährigen US-Staatsanleihe kletterte am Freitag um 1,4 Basispunkte auf 5,2508 Prozent. Bedenken wegen der wachsenden Haushaltsdefizite und steigenden Inflation hatten die weltweiten Anleiherenditen in dieser Woche auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten getrieben.
Neben der Haushaltslage machten auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der US-Institutionen dem Dollar das Leben schwer. «Die Anleihenrückkäufe des Finanzministeriums sind im Grunde ein Beispiel dafür, dass die US-Regierung unkonventionelle Instrumente einsetzt, um die Kreditkosten zu steuern», sagte Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia.
Dies geschehe vor dem Hintergrund einer hoher Staatsverschuldung und politischer Unsicherheit. Der US-Schuldenberg hatte zuletzt die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten.
Der Goldpreis legte im selben Zeitraum um gut vier Prozent auf 4567 Dollar je Feinunze zu. Das Plus am Freitag beträgt 1,4 Prozent.
(Reuters)
