Der ‌von ⁠S&P Global ermittelte RatingDog-Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf 50,9 Punkte von 51,7 ⁠Zählern im Juni, wie aus der am Montag veröffentlichten Umfrage ‌hervorgeht. Analysten hatten im Vorfeld mit ‌51,5 Punkten gerechnet. Das ​Barometer bleibt damit zwar über der Marke von 50 Zählern, die Wachstum von Schrumpfung trennt, signalisiert jedoch die schwächste Expansion seit vier Monaten. Die Neuaufträge stiegen ‌so langsam wie seit Januar nicht mehr, während die Exportaufträge nach zwei Monaten des Rückgangs wieder ein leichtes ​Plus verzeichneten.

Die Daten verstärken die Sorgen ​um die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt. ​Bereits am Freitag hatte der offizielle Einkaufsmanagerindex der Regierung einen ‌Rückgang der Industrieaktivität signalisiert. Im zweiten Quartal war die chinesische Wirtschaft nur noch um 4,3 Prozent gewachsen. Damit verfehlte ​sie ​das Jahresziel der ⁠Regierung, das ein Plus von ​4,5 bis 5,0 Prozent ⁠vorsieht. Die Führung in Peking hatte Ende Juli angekündigt, ‌die schwächelnde Konjunktur durch beschleunigte Ausgaben für bereits geplante Infrastrukturprojekte stützen zu wollen. Auf grosse ‌neue Konjunkturpakete soll dagegen verzichtet werden. 

(Reuters)