Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 8 Prozent auf 1,57 Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Das war mehr als von Experten gedacht. Auch der um 7 Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar (21,5 Mrd Euro) gestiegene Umsatz lag höher als von Analysten erwartet. Das Management um den seit Kurzem amtierenden Chef Josh D'Amaro geht davon aus, auch im zweiten Geschäftshalbjahr das Wachstum beschleunigen zu können. Die Aktie kletterte vorbörslich um fast vier Prozent.

Die Direktvermarktungssparte, die den Streamingdienst Disney+ enthält, erzielte erstmals eine prozentual zweistellige Gewinnmarge. Lange hatte der Konzern mit dem Angebot im harten Konkurrenzkampf mit Netflix , Amazon und Co. Verluste eingefahren.

Das Filmstudio des Konzerns profitierte von einem guten Lauf der Kinoproduktionen «Avatar: Fire and Ash» sowie «Zootopia 2» (in Deutschland «Zoomania 2»). Zusammen mit dem Animationsfilm «Hoppers» spielten die drei Filme seit dem Start mehr als 3,7 Milliarden Dollar an den Kinokassen ein.

Während die Sportsparte wegen rückläufiger Werbeerlöse beim Sportsender ESPN weniger Gewinn abwarf, gaben Gäste in den Freizeitparks und auf Kreuzfahrtschiffen des Konzerns mehr Geld aus. Für das Geschäft mit den Freizeitparks zeigte sich das Management wegen der schwierigen Wirtschaftslage aber vorsichtig.

Unter dem Strich fiel der Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal (Ende März) auf nun 2,25 Milliarden Dollar. Dafür sorgten vor allem die Steuern. Ein Jahr zuvor hatte sich Disney eine Steuergutschrift anrechnen können.

(AWP)