Die Aktien von Helvetia Baloise geben am Mittwochmorgen um 0,66 Prozent auf 211,20 Franken nach, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 0,81 Prozent verliert. Seit Jahresbeginn hat der Assekuranz-Valor um 1,5 Prozent zugelegt.
Helvetia Baloise sei nach der Fusion in eine neue Unternehmensphase gestartet. Im Mittelpunkt stünden aus Investorensicht die angekündigten Kostensynergien und Effizienzgewinne von 650 Millionen Franken, wovon gemäss Gesellschaft bis Ende 2028 rund 90 Prozent erreicht sein sollen, schreibt Georg Marti, Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB), in einer am Mittwoch veröffentlichten Unternehmensstudie.
Der ZKB-Experte zeigt sich zuversichtlich, dass Helvetia Baloise ihre Ziele in der laufenden Strategieperiode 2026 bis 2028 inklusive Synergieleistungen erreichen werde, was die Basis für seine derzeitigen Schätzungen und den Investment-Case bilde. Dabei hebt der Analyst besonders das umsetzungsstarke Management von Helvetia Baloise hervor.
Entsprechend hält Marti von der ZKB die Aktie von Helvetia Baloise weiterhin für unterbewertet. Er beziffert den fairen Aktienwert auf 245 Franken, womit sich ein Aufholpotenzial von derzeit 15 Prozent ergibt. Die Gesellschaft werde künftig höhere Dividenden ausbezahlen, argumentiert er weiter. Für die drei Jahre von 2026 bis 2028 gelte die Vorgabe einer kumulierten Dividendensumme von mindestens 2,8 Milliarden Franken.
«Zudem soll die Dividende pro Aktie für das Geschäftsjahr 2029 um mindestens 50 Prozent höher sein als die 7,70 Franken, welche Helvetia Baloise für das Geschäftsjahr 2025 auszahlte», so der ZKB-Experte. Dies entspreche mindestens 11,55 Franken, wobei Marti von der ZKB für 2029 eine Ausschüttung von 11,60 Franken erwartet. Das ergebe für das Geschäftsjahr 2029 mit Auszahlung im Frühling 2030 eine hohe Dividendenrendite von 5,5 Prozent.
Gemäss Daten von Bloomberg stufen sieben Analysten den Titel mit «Kaufen» und fünf mit «Halten» ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 231 Franken. Das höchste Kursziel ruft die französische Research-Boutique Kepler Cheuvreux mit 267 Franken und einem Kaufrating auf. Der zuständige Analyst wies nach dem Kapitalmarkttag im April auf eine Anpassung der Schätzungen hin und rollte den Bewertungshorizont nach vorn. Das Sparprogramm von 650 Millionen Franken sei nun detaillierter aufgeschlüsselt und es seien keine wesentlichen Änderungen bei den Annahmen zur Prämienentwicklung zu erwarten.
Helvetia Baloise publiziert am 17. September den Abschluss zum ersten Halbjahr 2026.

