Die Aktie von Givaudan fällt am Donnerstag um 1 Prozent auf 2720 Franken. Das ist der tiefste Stand seit August 2019. Noch im September 2024 notierte der Titel bei 4640 Franken.
Givaudan war 2025 zwar insgesamt organisch gewachsen, das vierte Quartal verlief aber enttäuschend. Bei der Profitabilität verfehlte der Aromen- und Duftstoffhersteller die Erwartungen deutlich, wie die Präsentation der Jahreszahlen Ende Januar zeigte.
Das blieb nicht ohne Folgen: Givaudan hat eine Reihe von Rückstufungen vonseiten Analysten hinter sich. Zuletzt stufte Van Lanschot Kempen das Rating auf «Verkaufen» von «Neutral» zurück und reduzierte das Kursziel auf 2600 Franken von zuvor 3500 Franken. Auch Goldman Sachs rät nun zum Verkauf der Aktie.
Die Kursschwäche setzt die Führung von Givaudan unter erheblichen Druck. CEO Gilles Andrier übergibt in diesem Frühjahr an Christian Stammkoetter. Andrier übernimmt dafür den Vorsitz des Verwaltungsrats.
Andrier betonte bei der Präsentation der Jahreszahlen, dass einzelne Quartale nicht überbewertet werden sollten. Entscheidend sei die Betrachtung über mehrere Jahre, insbesondere anhand des durchschnittlichen organischen Wachstums. Der für Givaudan zuständige Analyst von Vontobel sah das ähnlich und schrieb, die aktuelle Bewertung reflektiere eine übermässig negative Sicht und trage den längerfristigen Wertschöpfungsperspektiven zu wenig Rechnung.
Die schwache Kursentwicklung der Aktie in den vergangenen zwölf Monaten stehe im Einklang mit dem gesamten Ingredients-Sektor, der unter einer flauen Wachstumsdynamik bei Endkunden aus den Bereichen Food sowie Home & Personal Care leide, heisst es auch bei der ZKB. Die Bank sieht den fairen Wert für die Aktie bei rund 4400 Franken.
(cash/AWP)
