US-Präsident Donald Trump wird am World Economic Forum 2026 in Davos GR teilnehmen. Das Wirtschaftsforum bestätigte am Dienstag seine Teilnahme am Treffen. 3000 Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft werden insgesamt erwartet. Eines der zahlreichen Themen wird die Lage in der Ukraine und in Venezuela sein.
Das WEF 2026 nehme historische Dimensionen an, sagte der Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, an einer Online-Konferenz vor den Medien. Denn die Jahresversammlung finde vor dem komplexesten geopolitischen Hintergrund seit 1945 statt. Unter dem diesjährigen Motto «A Spirit of Dialogue» betonte Brende die Notwendigkeit des Dialogs in unsicheren Zeiten.
Das WEF biete eine unparteiische Plattform, um sich mit den wichtigsten wirtschaftlichen, geopolitischen und technologischen Kräften und dem Wandel auseinanderzusetzen, heisst es.
Gespräche zur Geopolitik
Der geschäftsführende Direktor des WEF, Mirek Du¨ek, erläuterte die Themen des diesjährigen World Economic Forum. Das Augenmerk liege 2026 unter anderem auf den Themen Ukraine, Iran, Gaza und Venezuela, dessen Präsident Nicolás Maduro in einer US-Militäraktion gefangen genommen wurde.
Der Wandel des Handels werde beleuchtet und was dieser für Schwellenländer bedeute. Aber auch über Bildung, Gesundheit, Klima und Natur werde gesprochen. Nicht zuletzt dürfe das Thema künstliche Intelligenz nicht fehlen und wie man diese innovativ und verantwortungsbewusst einsetze.
Rekordzahl an Teilnehmenden
Am 56. WEF wird eine Rekordzahl von 400 Spitzenpolitikern teilnehmen, darunter 64 Staats- und Regierungschefs - darunter praktisch alle europäischen Staats- und Regierungschefs. Zudem werden sechs von sieben G7-Staats- und Regierungschefs anwesend sein.
Über 3000 Teilnehmende würden insgesamt am WEF erwartet, hies es. Rund 1700 Führungskräfte aus der Wirtschaft, darunter fast 850 der weltweit führenden CEO seien dabei. Insgesamt nehmen Vertreterinnen und Vertreter aus 130 Ländern teil.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj werde nach Graubünden reisen. Russland hingegen ist nach wie vor nicht eingeladen. Der libanesische Premierminister sei dabei und zum ersten Mal überhaupt der syrische Präsident, ausserdem eine grosse Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Man erwarte dieses Jahr zudem eine grosse Delegation aus Afrika, denn der Dialog zwischen Europa und Afrika sei sehr wichtig.
Die Schweiz muss ihr Programm noch vorstellen. Bislang wurde nur die Anwesenheit von Bundespräsident Guy Parmelin angekündigt. Verteidigungsminister Martin Pfister wird am Montag die Truppen vor Ort besuchen.
Trump mit grosser Delegation
US-Präsident Trump werde von einer grossen Delegation begleitet. Darunter seien Aussenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Handelsminister Howard Lutnick, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
Die Schweiz hatte während der Verhandlungen über die hohen Zölle, die die USA dem Land auferlegen wollten, mehrfach mit Bessent gesprochen. Diese Zölle wurden schliesslich auf 15 Prozent gesenkt. Eine formelle Vereinbarung muss bis zum 31. März getroffen werden.
Bislang wurden noch keine Details zum Programm des US-Präsidenten bekannt gegeben. Laut Medienberichten soll er am Mittwoch, dem 21. Januar, in Davos eintreffen und zwei Tage in der Schweiz bleiben. Es ist das dritte Mal, dass der Republikaner am WEF teilnimmt. Er hatte bereits zweimal während seiner ersten Amtszeit daran teilgenommen. Letztes Jahr, als er gerade seine zweite Amtszeit begonnen hatte, nahm er aus der Ferne teil.
Das 56. Wirtschaftstreffen beginnt kommenden Montag und dauert bis 23. Januar. Der Flughafen rechnet während der Dauer des Forums mit tausend zusätzlichen Flugbewegungen.

