Anleger werfen der Credit Suisse vor, Wertpapierbetrug begangen zu haben, indem die Verantwortlichen Tatsachen in Bezug auf das Geschäft, den Betrieb und die Aussichten der Bank falsch dargestellt hätten.
Das Anwaltsbüro Kessler Topaz Meltzer & Check hat deshalb gegen die CS wegen Irreführung Klage beim Bezirksgericht New Jersey eingereicht, wie einer Mitteilung der Kanzlei vom Donnerstag zu entnehmen ist. Wegen der irreführenden Aussagen der Credit Suisse gegenüber der Öffentlichkeit hätten Anleger erhebliche Verluste erlitten, heisst es in der Meldung.
Laut den Angaben gehören auch Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann, CEO Ulrich Körner und Finanzchef Dixit Joshi zu den Beschuldigten. Unter anderem werfen die Kläger Lehmann vor, er habe in einem Interview im Dezember fälschlicherweise angegeben, dass die Geldabflüsse nicht nur "vollständig abgeflacht" seien, sondern sich sogar "teilweise umgekehrt" hätten.
Die Kanzlei ist nun auf der Suche nach Klägern, die im Namen aller Mitglieder der Sammelklägergruppe den Rechtsstreit führen oder passiv im Hintergrund agieren wollen. Die Sammelklage wurde laut den Angaben vom Anleger Patrick Calhoun eingereicht.
Bereits Mitte März gab es Medienberichte, wonach die CS in den USA von einer Gruppe Aktionäre verklagt wird. Damals ging es um die gleichen Vorwürfe.
(AWP)
1 Kommentar
Eins vorweg, niemand wird gezwungen zu investieren und man sollte auch eigene Recherchen machen. Wenn das Wort eines Menschen über Gewinn und Verlust herrscht, dann muss man sich an der eigenen Nase nehmen. In diesem Fall hat man gross spekuliert und es ist gewaltig in die Hose gegangen, jetzt müssen andere, und irgendwer, für die eigenen Verluste kompensieren. Gibt es auch eine Sammelklage der Short-Seller? Sehr wahrscheinlich sind es dieselben die ge-shortet haben die Gewinne eingefahren haben, welche jetzt klagen da der rebound geplatzt ist.... So ist es an der Börse mal gewinnt man, mal verliert man.