Am Wochenende drohte US-Präsident Donald Trump mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke, sollte Teheran nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig öffnen. Der Iran reagierte mit einer Gegendrohung: Sollten die USA iranische Kraftwerke angreifen, werde der Iran die Strasse von Hormus vollständig schliessen.
Die jüngste Eskalation des Nahost-Konflikts erhöht das Risiko einer Angebotsverknappung auf den Energiemärkten. Das Abbild davon: Rot gefärbte Kurstableaus an den Börsen. Der Swiss Market Index (SMI) startet mit einem 1,8-prozentigen Verlust in die Handelswoche.
Unter den Titeln des SMI büsst mit ABB ein Technologietitel 3,8 Prozent ein. Für das Minus ist allerdings der Dividendenabgang mitverantwortlich. Unter Druck stehen auch die Bauwerte Sika (minus 4 Prozent), Amrize (minus 2,8 Prozent) und Holcim (minus 2,5 Prozent) - sie reagieren auf Konjunktursorgen. Weiterhin im Sinkflug befindet sich die Aktie von Givaudan (minus 3,5 Prozent). Wenn sich auch hier der Dividendenabgang heute kurzfristig bemerkbar macht, sind die Anleger nach wie vor von den defensiven Qualitäten des Aromen- und Duftstoffherstellers nicht überzeugt: Die Titel stehen inzwischen so tief wie seit sieben Jahren nicht mehr.
Bemerkenswert ist weiter der Rückfall von Kühne+Nagel. Dessen Anteilsscheine geben am Montagmorgen 2,7 Prozent nach. Hierbei überwiegen die Sorgen um den Welthandel und die Konjunktur die Aussicht, dass Störungen in den Handelsrouten die Komplexität in den Lieferketten erhöht - was wiederum positiv auf Logistikspezialisten wie Kühne+Nagel abfärben kann.
Am breiten Markt stehen BB Biotech (minus 7 Prozent), Molecular Partners (minus 5,7 Prozent), Vontobel (minus 5,6 Prozent) sowie Cicor (minus 5 Prozent) und Gurit (minus 5 Prozent) erheblich unter Druck. Auch für Idorsia geht es weiter talwärts. Das 4,8-prozentige Minus führt die Titel wieder auf die Marke von 3,00 Franken zurück. Da waren sie zuletzt schon angelangt, nachdem das Allschwiler Unternehmen den Abgang von CEO Srishti Gupta bekanntgegeben hatte.
Zu den wenigen Gewinnern am Schweizer Aktienmarkt zählen Richemont (plus 0,6 Prozent) sowie Orell Füssli (plus 3,8 Prozent), Swiss Market Place Group (plus 2,5 Prozent) und V-Zug (plus 1,4 Prozent).
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