Die Waffenruhe im Nahen Osten läuft am Mittwoch (Washington Ortszeit) aus. US-Präsident Donald Trump will diese jedoch verlängern und sieht von Angriffen ab, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreitet. Trump erklärte zu seiner Verlängerung, er habe das US-Militär angewiesen, «die Blockade (der Strasse von Hormus) fortzusetzen und in jeder Hinsicht bereit und einsatzfähig zu bleiben».
Der Iran und Pakistan äusserten sich zunächst nicht. Zwischen Eskalation, Verlängerung der Waffenruhe und der Hoffnung auf einen Friedensdeal sei derzeit alles möglich, heisst es von Händlern.
Diese Unsicherheit schlug sich sogleich in den Schlusskursen der Wall Street am Dienstagabend nieder und zieht sich auch an der Schweizer Vorbörse weiter. Der SMI steht 0,6 Prozent im Minus.
Nur wenige Schweizer Aktien dürften sich am Mittwoch gegen den negativen Trend stemmen. Potenzielle Gewinner sind üblicherweise die Aktien defensiver Unternehmen. Dazu zählen am Schweizer Markt nebst den beiden Telekomkonzernen Swisscom und Sunrise auch Logitech. Ob sich die eigentlich ebenfalls zu den Defensivwerten gehörenden Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé im Plus halten können, ist eher fraglich.
Ein weiterer möglicher Gewinner ist Kühne+Nagel. Dessen Aktie trotzte bereits gestern dem negativen Marktumfeld und gehörte zu den wenigen Gewinnern im breiten Verlustfeld. «So zynisch es ist, aber Kühne+Nagel profitiert von solchen Ereignissen», kommentierte ein Börsianer. Der Logistiker gilt als Profiteur der Schliessung der Strasse von Hormus. Zudem führen auch geschlossene Flughäfen dazu, dass kurzfristig alternative Luftfrachtlösungen nötig werden und die Frachtgebühren steigen.
(cash)
