Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem Wiederaufflammen ‌der Inflation ⁠und schweren Schäden für die ⁠Weltwirtschaft durch den Krieg im Nahen Osten. Sollte ‌der Konflikt bis ins ‌Jahr 2027 andauern und ​der Ölpreis auf etwa 125 Dollar pro Barrel steigen, drohten weitaus schlimmere Folgen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Montag ‌auf einer Konferenz des Milken Institute. Die Sorte Brent markierte am Montagabend knapp 114 Dollar.

Wegen ​des anhaltenden Konflikts sei ​das bisherige IWF-Szenario, das lediglich ​eine leichte Abschwächung des weltweiten Wachstums und ‌einen geringen Preisauftrieb vorsah, nicht länger haltbar, erklärte Georgiewa weiter. Stattdessen sei bereits das ​sogenannte ​Negativszenario eingetreten. Zwar bestünden ⁠die langfristigen Inflationserwartungen weiterhin ​und die Finanzierungsbedingungen ⁠verschärften sich derzeit nicht. Dies könne sich ‌jedoch ändern, sollte der Krieg andauern. 

(Reuters)