Bundespräsident Guy Parmelin hat bei einem Staatsbesuch in Saudi-Arabien ein neues Abkommen über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen unterzeichnet. Zugleich verkündete er die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2030 in Riad, wie am Donnerstag bekannt wurde.
Parmelin war anlässlich des 70-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen in das Königreich gereist. Der Bundespräsident habe dabei bilaterale Gespräche mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saud sowie mit dem Minister für Investitionen Fahad bin Abduljalil Al-Saif geführt, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit.
Parmelin wurde auf seinem Staatsbesuch von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet.
Die Schweiz und Saudi-Arabien verfügen über ein Freihandelsabkommen, das zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und den Mitgliedsstaaten des Kooperationsrates der Arabischen Golfstaaten (GCC) abgeschlossen wurde. Dazu kommt ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.
Saudi-Arabien ist gemäss Communiqué der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz im Nahen Osten. Umso wichtiger sei es, angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen die bilateralen Beziehungen mit diesem Wirtschaftspartner zu pflegen und zu stärken, hiess es.
Teilnahme an der Weltausstellung 2030
Bereits am 15. April hatte der Bundesrat die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2030 in Riad beschlossen, wie das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten erst am Donnerstag mitteilte. Die Schweiz wolle sich «als vertrauenswürdige und leistungsstarke Nation in den Bereichen Wirtschaft, Innovation und globale Gouvernanz» präsentieren, hiess es.
Die Gesamtkosten für die Teilnahme der Schweiz an der Expo 2030 in der Hauptstadt von Saudi-Arabien betragen gemäss Communiqué 15,4 Millionen Franken. Ein Anteil von 2 Millionen Franken soll durch Sponsoringbeiträge finanziert werden. Unter Berücksichtigung der Lage der Bundesfinanzen schlage der Bundesrat dem Parlament einen Auftritt in einem gemieteten und nicht in einem selbstgebauten Pavillon vor.
Den eidgenössischen Räten werde im nächsten Jahr ein Bundesbeschluss und eine Botschaft zum Auftritt der Schweiz an der Weltausstellung in Riad unterbreitet.
Die Weltausstellung wird von 31. Oktober 2030 bis 31. März 2031 unter dem Thema «Foresight for Tomorrow» stattfinden. Die Organisatoren rechnen mit 197 Teilnehmerländern und 42 Millionen Besucherinnen und Besuchern.
(AWP)

