Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend gesunken. In der vorigen Woche stellten 216.000 US-Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 234.000 gerechnet, nach revidiert 229.000 in der Woche davor. Der weniger stark schwankende Vier-Wochen-Schnitt fiel auf 229.250.

Die als kritische Marke gewertete Zahl von 270.000 Erstanträgen ist damit noch recht weit entfernt. Sie gilt als Signal für eine negative Trendwende am Arbeitsmarkt.

Die US-Notenbank Federal Reserve bekämpft die hohe Inflation mit einer straffen geldpolitischen Linie. Sie will zugleich den heiss gelaufenen Arbeitsmarkt abkühlen, ohne jedoch die Wirtschaft abzuwürgen. Sie hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf ein Band von 5,25 bis 5,50 Prozent erhöht. Fed-Chef Jerome Powell liess in der Schwebe, ob es am 20. September eine Pause oder aber eine weitere Erhöhung geben wird. An den Märkten wird erwartet, dass die Währungshüter dieses Mal die Füsse still halten.

(Reuters)