Der Kernumsatz stieg im Gesamtjahr um 1,7 Prozent auf 1,80 Milliarden Euro, wie der Verpackungsspezialist am Dienstag mitteilte. Die Wechselkurse hatten einen negativen Effekt und bereinigt betrug das Umsatzplus 5,5 Prozent.

Das Wachstumstempo hat sich wie erwartet im Schlussquartal etwas verlangsamt. Das währungsbereinigte Plus betrug im vierten Quartal 1,4 Prozent verglichen mit Plus von 7,2 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres.

Lockdowns dämpfen Nachfrage in Asien

Alle Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, schreibt das Unternehmen. In Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA, Umsatz bereinigt +5,6 Prozent) und der Region Americas (+15 Prozent) habe der erhöhte Konsum zu Hause während der Covid-19-Lockdowns zu Wachstum geführt.

In der Region Asien/Pazifik (APAC, +1,2 Prozent), in der ein Grossteil der Produkte für den Verzehr unterwegs bestimmt ist, hätten die Lockdowns hingegen negativ gewirkt. Die Kunden hätten ihre hohen Lagerbestände abgebaut und der Konsum sei noch nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau angekommen. In dieser Region wurde im vergangenen Jahr erstmals der Umsatz der australischen Visy Cartons konsolidiert.

Marge leicht höher

Das operative Ergebnis (EBITDA) legte im Gesamtjahr auf bereinigter Basis um 2,7 Prozent auf 498 Millionen Euro zu und die entsprechende Marge betrug 27,4 Prozent (VJ 27,2 Prozent). SIG passt jeweils seine Zahlen um die Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen und Restrukturierungskosten an. Unter dem Strich verblieb ein adjustierter Reingewinn von 232,3 Millionen Euro, das ist ein Plus von 6,9 Prozent.

Unbereinigt stand ein Gewinn von 68,0 Millionen Euro zu Buche nach 107 Millionen im Vorjahr. Hier belastete eine Wertminderung um 38 Millionen wegen der geplanten Schliessung eines Papierwerks in Neuseeland. Trotz des tieferen unbereinigten Gewinns wird die Dividende auf 0,42 Franken (VJ 0,38 Fr.) je Aktie angehoben.

Wachstum etwas stärker erwartet

Im laufenden Jahr 2021 soll das Wachstum auch dank der Komplett-Übernahme eines saudischen Gemeinschaftsunternehmens noch etwas stärker ausfallen. Im November wurde die Übernahme der restlichen Anteile an dem saudischen Gemeinschaftsunternehmen SIG Combibloc Obeikan angekündigt. Das dürfte zu einem um rund 200 Millionen Euro höheren Umsatz führen. Der Abschluss wird weiterhin für das laufende erste Quartal erwartet und entsprechend die vollständige Konsolidierung der Umsätze im Nahen Osten und Afrika ab Anfang März.

Für das laufende Jahr zeigt sich das Management trotz der Unsicherheiten zuversichtlich. Der Umsatz soll währungsbereinigt und auf vergleichbarer Basis am unteren Ende einer Bandbreite von 4 bis 6 Prozent wachsen, die EBITDA-Marge am unteren Ende der Spanne zwischen 27 und 28 Prozent liegen.

Die mittelfristigen Ziele wurden bekräftigt. Der Kernumsatz soll währungsbereinigt zwischen 4 und 6 Prozent wachsen. Bei der EBITDA-Marge peilt das Unternehmen einen Wert von rund 29 Prozent an.

(AWP)