«Unser klares Ziel ist es, zu einem starken Wachstum zurückzukehren und unsere Margen weiter auszubauen», sagte Robert Gentz, Co-Chef des Online-Modehändlers, am Mittwoch. Hierzu solle unter anderem die Kundenberatung mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ausgebaut sowie die eigene Technologie anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Diese könnten damit ihren Online-Handel auch ausserhalb von Zalando abwickeln. Konkurrent About You bietet seine Shop-Software Drittfirmen ebenfalls an.

Mit den geplanten Massnahmen hofft Zalando, die Konzernerlöse und den Umsatz der über die Plattform gehandelten Waren (GMV) bis 2028 um jährlich fünf bis zehn Prozent zu steigern. Die operative Gewinnmarge solle sich bis dahin auf sechs bis acht Prozent von zuletzt 3,5 Prozent in etwa verdoppeln. Diese Ziele lägen leicht über den Erwartungen, sagte ein Börsianer. Die Aktien des Unternehmens stiegen daraufhin um 13 Prozent auf 21,63 Euro. Damit winkte ihnen der grösste Tagesgewinn seit fast eineinhalb Jahren.

Im abgelaufenen Jahr schrumpften die Konzernerlöse wegen der trüben Konsumlaune um 1,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro und der GMV um 1,1 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis verdoppelte sich dagegen dank eines Sparkurses nahezu auf 350 Millionen Euro. Für 2024 stellte das Unternehmen bei Konzernumsatz und GMV ein Plus von bis zu fünf Prozent in Aussicht. Der Betriebsgewinn werde voraussichtlich bei 380 bis 450 Millionen Euro liegen. 

(Reuters)