Dies ergibt die Quartalsanalyse der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ). Unsicherheiten trüben aber die Aussichten. Der Geschäftslageindikator für die Zentralschweizer Wirtschaft habe sich auf Anfang des dritten Quartals kaum verändert, teilte die IHZ am Montag mit. Die Wirtschaft trete zwar damit an der Stelle, dies bedeute aber auch, dass der starke Start ins 2026 im zweiten Quartal bestätigt worden sei, obwohl die Erwartungen der Unternehmen zunächst pessimistisch gewesen seien.
«Die Zeichen stehen also gut für einen breit abgestützten Aufschwung», teilte das IHZ mit. Nach wie vor wirkten aber Unsicherheiten bremsend. Zu diesen zählten der Irankonflikt und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise. Zudem begrenzten protektionistische Tendenzen die Planungssicherheit.
Über dem Schweizer Durchschnitt
Eine Mehrheit der Branchen gehe für das zweite Halbjahr 2026 dennoch von einer positiven Entwicklung aus, teilte die IHZ mit. Die Geschäftslage in der Zentralschweiz werde auch als besser beurteilt als im Schweizer Durchschnitt.
Vor allem die Grosshandelsunternehmen beurteilten in der Umfrage Anfang Juli die Entwicklung ihrer Erträge mehrheitlich positiv. Der Industriesektor vermeldete bei einer unterdurchschnittlichen Auslastung einen Anstieg bei den Aufträgen. Auch bei den exportorientierten Unternehmen sei die Stimmung mehrheitlich zuversichtlich, meldete die IHZ. Die Ertragslage bleibe jedoch unter Druck, die Betriebe blieben beim Personal zurückhaltend.
Im Baugewerbe wurde die Geschäftslage zu Beginn des dritten Quartals auf hohem Niveau leicht schlechter eingeschätzt. Im Detailhandel erwartete die Mehrheit für das zweite Halbjahr 2026 eine positive Entwicklung.
Im Gastgewerbe und in der Hotellerie machten sich die tieferen Übernachungszahlen bemerkbar. Für Herbst und Winter herrscht mehrheitlich Zuversicht. Im Finanzsektor ging der Geschäftslageindikator deutlich zurück.
Die IHZ umfasst die Wirtschaft der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden.
(AWP)

