Der Franken fällt am Montagmorgen zum Dollar bis auf 0,8089 Einheiten pro US-Währung. Ein solches Niveau wurde zuletzt Anfang November 2025 erreicht.
Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9260 zwar mehr oder weniger auf der Stelle, verharrt dabei aber ebenfalls auf dem höchsten Stand seit April.
Die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken der USA und der Schweiz, ihre Leitzinsen unverändert zu lassen, wirken damit im Devisenhandel weiter nach. Am Markt wurde nach dem Stillhalten der US-Notenbank Fed auf eine Zinserhöhung in den USA im weiteren Verlauf des Jahres spekuliert. Dies sorgte beim Dollar für Auftrieb.
Die US-Notenbank hatte den Leitzins am Mittwoch zwar wie erwartet unverändert belassen. Die Währungshüter erhöhten aber ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr deutlich. Ferner hatte der neue Notenbankchef Kevin Warsh die Bedeutung der Preisstabilität besonders hervorgehoben.
Die Schweizerische Nationalbank hielt an ihrer Nullzins-Politik fest. Dagegen passte sie für die Devisenmarktinterventionen die Kommunikation etwas an, was den Franken leicht unter Druck setzte.
SNB-Präsident Martin Schlegel hob hervor, dass die Zinsen in den grossen Währungsräumen zuletzt gestiegen seien, weil die Märkte aufgrund der höheren Inflation dort eine straffere Geldpolitik erwarten würden.
Tiefere Zinserwartungen machen Währungen für Anleger weniger attraktiv im Vergleich zu Devisen mit höheren Zinserwartungen.
(cash)
