Die Aktien von Logitech steigen am Mittwochmorgen zeitweise über 2,2 Prozent auf 88,84 Franken. Für Rückenwind dürften die starken Kursgewinne der US-Technologiebörse am Dienstag sowie eine nennenswerte Kurszielerhöhung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sorgen.
Die US-Börsen schlossen am gestrigen Dienstag deutlich im Plus. Angetrieben von der Hoffnung auf einen endgültigen Frieden zwischen dem Iran und den USA erzielten Dow Jones und S&P 500 neue Rekordmarken. Der Nasdaq 100 liegt wegen der herben Verluste des Vormonats zwar noch etwas darunter, legte aber um über 3 Prozent zu.
Die ZKB wiederum hebt den fairen Wert der Logitech-Aktie von 93 auf 100 Franken an. Damit sieht die grösste Kantonalbank den Kurs des Computerzubehör-Herstellers wieder nahe an das Mehrjahreshoch von 101,15 Franken von Anfang Juni 2026 vorrücken.
Grund für die Kursverluste der vergangenen Wochen waren Gewinnmitnahmen sowie ein Zwischenfall in der Produktionsanlage eines Lieferanten von Logitech. Während das Unternehmen mit Umsatzeinbussen in Höhe von 200 Millionen Dollar rechnet, geht die ZKB von nur 71 Millionen Dollar aus. Dieser Effekt dürfte zudem durch ein starkes Geschäft im Bereich Video-Collaboration kompensiert werden. «Wir erachten die Aktien als attraktiv bewertet und sehen für Logitech gute Chancen auf langfristiges Wachstum durch eine Expansion bei Firmenkunden», schreibt der zuständige ZKB-Analyst ausserdem.
Der langfristige Bewertungsschnitt beim Verhältnis von Unternehmenswert zum operativen Ergebnis liege bei 23,4-mal, so die ZKB. Aktuell werde der Konzern dagegen nur mit 17,6-mal bewertet. Dank der operativen Entwicklung und einer Normalisierung der Bewertung erwartet die ZKB ein Kurspotenzial von 17 Prozent.
(cash)
