Die Aktien von IBM und SLB (ehemals Schlumberger) sind im Juni von ihren Hochs klar zurückgefallen. Die Titel von IBM hatten Anfang Monat bei rund 330 Dollar ein Allzeithoch erreicht und sanken daraufhin um 24 Prozent auf 249 Dollar. Derweil gaben die Anteilsscheine des Ölfeldservice-Unternehmens SLB das Zwischenhoch von 58 Dollar preis; sie gingen um 17 Prozent auf 48 Dollar zurück.
Damit waren beide Titel deutlich schwächer als der US-Aktienmarkt, der im gleichen Zeitraum gemessen am S&P 500 um 1,3 Prozent ins Hintertreffen geriet.
Doch nun legen namhafte Wall-Street-Analysten ein gutes Wort für die beiden stark gefallenen Aktien ein. Bei IBM bekräftigte der zuständige Analyst der Bank of America (BofA) das «Buy»-Rating; zugleich hob er das Kursziel auf 315 von 300 Dollar an. Er sieht die Aktien des Technologieunternehmens demnach wieder in Richtung des vor wenigen Wochen erreichten Allzeithochs steigen.
Das Infrastruktur-Geschäft von IBM sei für weiteres Wachstum aufgestellt, sagte der Analyst laut dem Nachrichtensender CNBC, nachdem er sich mit IBM-Managern ausgetauscht hatte. Als Treiber nannte er insbesondere die steigende Nachfrage nach Grossrechnern, die durch Künstliche Intelligenz bedingte Ausweitung von Rechenprozessen sowie die anhaltende Stärke im Geschäft mit Speicherlösungen.
Das «Buy»-Rating, das der BofA-Spezialist vergibt, passt zum Tenor der anderen Analysten. Laut Bloomberg sind 15 Analysten oder knapp zwei Drittel aller Experten ebenfalls für Kaufen; nur eine Verkaufsempfehlung liegt vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 298 Dollar, was wiederum höher als der momentane Stand der Aktie ist. Die Chancen auf eine Erholung von der aktuellen Kursschwäche sind demnach intakt.
SLB: Analyst prognostiziert Mehrjahreshoch
Zu SLB hat der verantwortliche Experte der US-Bank Goldman Sachs Stellung genommen. Er hält am «Buy»-Rating fest und sieht das Preisziel neu bei 63 Dollar. Es entspricht dem Stand, den die Aktien zuletzt im Herbst 2018 hatten. Das Unternehmen sei «gut positioniert, um von den langfristigen Chancen im globalen Ölfeldgeschäft zu profitieren, die durch die anhaltenden Störungen und die sich verändernde Angebotsdynamik im Nahen Osten ausgelöst werden», erklärte der Goldman-Sachs-Analyst gegenüber CNBC.
Er befindet sich ziemlich genau im Konsens der von Bloomberg erfassten Analysten. Laut diesem ist die Aktie mittelfristig 62,75 Dollar wert. Zudem stufen 84 Prozent aller Analysten den früher als Schlumberger bekannten Konzern mit «Buy» ein. Anleger, die dieser Empfehlung folgen und zukaufen, können mit einem 30-prozentigen Kursgewinn rechnen.

