Wachstum im Anlagegeschäft und ein einmaliger Effekt im Zinsengeschäft führten dazu. Der Druck auf die Zinsmarge bleibt indes hoch. Der Reingewinn stieg um 7,1 Prozent auf 131,1 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Montag hiess. Der Geschäftserfolg, der bei Banken das Mass für die operative Leistung ist, nahm um 6,7 Prozent auf 151,7 Millionen zu.
Was die Dividende angeht, so schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 9. Mai die Ausschüttung von 230 Franken je Anteilsschein vor. Im letzten Jahr hatte die ZGKB noch 220 Franken ausbezahlt.
Druck auf Zinsmarge bleibt
Basis für die Verbesserung beim Gewinn war ein um 4,3 Prozent höherer Geschäftsertrag von 328,5 Millionen Franken. Auf der Gegenseite stieg allerdings auch der Geschäftsaufwand um 3,1 Prozent auf 145,4 Millionen Franken.
Im Zinsengeschäft steigerte die ZGKB den Nettoerfolg um 2,8 Prozent auf 209,7 Millionen Franken. Das Plus gelang auch dank eines positiven Sondereffektes in Höhe von 16,4 Millionen, wie das Institut einräumt.
Insgesamt sei das Zinsgeschäft im anhaltenden Tiefzinsumfeld weiter unter Druck gestanden und die Zinserträge hätten sich rückläufig entwickelt. Dabei habe vor allem auch die Senkung des SNB-Leitzinses auf 0 Prozent im Juni auf die Marge gedrückt.
Ertragreiches Anlagegeschäft
Gut lief es der ZGKB im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo der Erfolg um 5,4 Prozent auf 91,6 Millionen Franken zunahm. Und im Handelsgeschäft stieg der Erfolg gar um 11,2 Prozent auf 20,7 Millionen.
Treiber dazu waren das Wachstum im Wertschriften- und Anlagegeschäft sowie hohe Aktivitäten im Devisenhandel. Die Zahl der Vermögensverwaltungsmandate stieg um 10 Prozent und die Kundenvermögen kletterten um 1,8 Milliarden auf 29,4 Milliarden Franken. 663 Millionen davon entfielen auf Neugeldzuflüsse, wie es weiter heisst.
In der Bilanz nahm das Kreditvolumen um 0,3 Milliarden auf 15,3 Milliarden ab. Margenschwache Finanzierungen bei institutionellen Immobilieninvestoren seien bewusst reduziert worden, schreibt die Bank dazu. Die Hypothekarforderungen als grösster Teil des Kreditvolumens nahmen um 1,3 Prozent auf 14,4 Milliarden ab.
Rückläufige Zinserträge erwartet
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die ZGKB ein tieferes Ergebnis. Gründe seien der Wegfall von Sondereffekten sowie ein Rückgang bei den Zinserträgen im derzeitigen Zinsumfeld. Künftig strebe die Bank derweil eine höhere Effizienz an, während das Anlagegeschäft weiterhin im Fokus bleibe.
(AWP)

