US-Solarfirmen, Banken und Versicherer meiden einem Medienbericht zufolge neue US-Solarfabriken mit Verbindungen nach China. Grund ist ‌die Unsicherheit, ⁠ob diese wegen dieser Verbindungen von Subventionen für saubere ⁠Energie ausgeschlossen werden könnten, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter ‌Berufung auf Branchenvertreter und Dokumente berichtete. Von ‌der Unsicherheit betroffen sind Fabriken, ​die mehr als ein Drittel der US-Solarkapazität ausmachen.

Die Unsicherheit geht auf neue Gesetze der Regierung von US-Präsident Donald Trump zurück. Diese schränken Subventionen für Unternehmen ein, an denen ‌chinesische Firmen mit mehr als 25 Prozent beteiligt sind oder die von ihnen «effektiv kontrolliert» werden. Das US-Finanzministerium hat jedoch noch keine ​vollständigen Richtlinien zur Umsetzung des Gesetzes veröffentlicht. Grosse ​Solar-Installateure wie Sunrun sowie Banken ​und Versicherer ziehen sich daher aus Sorge vor einer möglichen Rückforderung ‌von Steuergutschriften zurück, hiess es weiter.

Die Entwicklung verdeutlicht die Schwierigkeit, sich von der globalen Dominanz Chinas bei erneuerbaren Energien abzukoppeln. Branchenexperten ​zufolge ​gefährdet die Politik das ⁠Wachstum von Arbeitsplätzen in der US-Produktion ​und den Ausbau ⁠der Stromerzeugung zu einer Zeit steigender Stromnachfrage. Chinesische Unternehmen haben ‌zwar versucht, die Vorschriften einzuhalten, indem sie Anteile an Fabriken verkauften. Die meisten haben jedoch finanzielle Verbindungen ‌zu ihren US-Werken beibehalten, was die Unsicherheit ​weiter schürt. 

(Reuters)