Ein Mitglied der Konzernleitung von Zurich Insurance hat jüngst privat gehaltene Firmenaktien im Wert von 5,56 Millionen Franken verkauft. Das geht aus einem Eintrag auf der Website der SIX Exchange Regulation (SER) vom letzten Freitag hervor. 

Bereits am 18. Mai wurden drei Aktien-Verkaufsmeldungen im Wert von 14,36 Millionen Franken registriert. Jedes Mal wurde ein Top-Manager von Zurich als Verkäufer der privat gehaltenen Aktien angegeben. Ob es sich jeweils um dieselbe Person handelte, lässt sich aufgrund der Angaben nicht eruieren.

Da entsprechende Hinweise in den SER-Einträgen fehlen, kann man davon ausgehen, dass die Mai-Transaktionen in keinem Zusammenhang standen mit Vergütungsbestandteilen oder Vesting-Plänen.

Im April wurden zudem in mehreren Transaktionen Zurich-Aktien im Wert von fast 9 Millionen Franken verkauft. Allerdings handelte es sich bei den April-Veräusserungen um «vordefinierte Verkäufe gemäss dem Tax-at-Vest-Prozess», also um Lohnbestandteile. Aktien-Käufe wurden in den letzten zwei Monaten bei der SER keine gemeldet.

Die Aktie von Zurich hat seit dem Sprung über 600 Franken Anfang Jahr fast 10 Prozent verloren und weist seit rund vier Monaten einen volatilen Verlauf auf. Generell standen die grossen Versicherungsaktien am Schweizer Markt in den letzten Wochen und Monaten tendenziell unter Druck.

Einen temporären Schub erhielten die Zurich-Aktien am 13. Mai nach der Publikation der Erstquartalszahlen, als die Titel um 4 Prozent zulegten. Vor allem das kräftige Wachstum im Nichtlebengeschäft überzeugte die Anleger.

Daniel Hügli
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