Die Zurich-Gruppe ist in den vergangenen Quartalen vor allem in der Nichtlebensparte (P&C) stetig gewachsen und dürfte die Einnahmen im ersten Quartal 2026 weiter gesteigert haben. Mit einer positiven Entwicklung rechnen Analysten auch für das Neugeschäft in der Lebensversicherung.

Zurich legt zum ersten wie auch zum dritten Quartal jeweils nur wenige ausgewählte Eckdaten vor, die Hinweise auf die Volumenentwicklung liefern. Im Folgenden wichtige Fragen und Antworten zu den Erstquartalsresultaten, die am Mittwochmorgen bekannt gegeben werden.

Was sind die Treiber im Nichtlebengeschäft von Zurich?

In der wichtigen Nichtlebensparte wächst die Zurich. Im Geschäftsjahr 2025 betrug das Volumenwachstum dort 8 Prozent beziehungsweise 4 Prozent auf vergleichbarer Basis. Nebst den Wachstumsinitiativen trugen auch weitere Prämienerhöhungen dazu bei. Davon dürfte die Zurich weiter profitiert haben, heisst es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die Sparte werde sich vorteilhaft weiterentwickeln. Davon gehen auch die Analysten der Bank Vontobel aus. Sie rechnen im Startquartal für die P&C-Sparte mit einem Prämienwachstum (Gross written premiums, GWP) von 6 Prozent auf 14,1 Milliarden US-Dollar. Treiber dazu seien die vor allem in Europa und Nordamerika bei mittelgrossen Firmenkunden (Middle Market) sowie bei Spezialversicherungen lancierten Wachstumsinitiativen.

Wie läuft das Geschäft in den weiteren Bereichen?

Weitere Angaben liefert die Zurich etwa zum Neugeschäft in der Lebensversicherung und zum Wachstum beim US-Partner Farmers. Auch was das Lebensgeschäft angeht, rechnen Analysten mit einer insgesamt weiterhin positiven Entwicklung. Die Bank Vontobel geht dabei beim Barwert der Prämien aus dem Neugeschäft von einem leichten Wachstum von knapp 1 Prozent auf 5,12 Milliarden Dollar aus. Bei Farmers erwarten die Vontobel-Analysten ein Prämienwachstum von 5,5 Prozent auf 7,81 Milliarden Dollar. Die Farmers-Gruppe, für die Zurich Dienstleistungen erbringt und dafür Gebühren einkassiert, dürfte das positive Momentum der letzten Quartale fortsetzen. Wie 2025 (+4 Prozent) sei bei Farmers auch im ersten Quartal 2026 mit einer vorteilhaften Volumenentwicklung zu rechnen, schreibt die ZKB.

Wie kommt die Zurich mit der Beazley-Übernahme voran?

News könnte die Zurich im Rahmen der Quartalsberichterstattung auch zur geplanten Milliardenübernahme des britischen Spezialversicherers Beazley liefern. Ende April hatten die Beazley-Aktionäre dem Unterfangen zugestimmt. Das Ziel der Zurich ist es, die Übernahme im Umfang von knapp 11 Milliarden Dollar in der zweiten Jahreshälfte 2026 abzuschliessen. Der Fokus der Anleger richte sich auf die Integration von Beazley und etwaige Informationen des Managements zu Fortschritten, hält die Bank Vontobel fest. Entscheidend für die Integration sei unter anderem die Anbindung von Beazley-Underwritern sowie die Ausschöpfung des vollen Wertsteigerungspotenzials der Transaktion.

Welche Ziele verfolgt Zurich?

Im Zuge der Beazley-Übernahme hatte die Zurich angekündigt, die bis 2027 angepeilten Ziele übertreffen zu wollen. Ein neues Geschäftsprogramm mit neuen Zielen wird im Laufe des nächsten Jahres erwartet. Dieser Plan dürfte, wie jene in der Vergangenheit, ebenfalls auf drei Jahre ausgelegt werden. Im laufenden Programm, das 2025 startete und 2027 zum Abschluss kommt, geht die Zurich unter anderem von einer Kern-Eigenkapitalrendite von über 23 Prozent, einem jährlichen Wachstum des Gewinns je Aktie von über 9 Prozent und von über drei Jahre erwirtschafteten Barmitteln von mehr als 19 Milliarden Dollar aus.

Wie steht es um die Zurich-Aktie?

Im laufenden Jahr steht die Zurich-Aktie unter Druck. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus von rund 10 Prozent, dies nach einem starken Kursanstieg in den letzten zehn Jahren.

(AWP)