Die Aktie der UBS verliert am Freitag erneut 1,3 Prozent und kostet weniger als 34 Franken. Anfangs Woche waren die Titel noch rund 37 Franken wert. Am Mittwoch verlor die Aktie innerhalb eines Tages 6,3 Prozent - damit hat sich auch der Jahresverlust schlagartig auf 8 Prozent ausgeweitet. 

Grund für die Abschläge waren die an diesem Tag vorgelegten Zahlen der Grossbank. Trotz Milliardengewinn bemängelten Experten und Anleger die schwachen Neugeldzuflüsse im Bereich Global Wealth Management (GWM) und der angekündigte Aktienrückkauf von 3 Milliarden Dollar liege unter den Konsensprognosen.

Am Freitag setzen nun zwei Analystenmeinungen den Valoren weiter zu. So reduzieren die Banken Goldman Sachs und Vontobel beide ihre Ratings auf «Hold» von «Buy» für die UBS-Aktie. Die Begründung von Vontobel stützt sich auf ein unzureichendes Aufwärtspotenzial der Aktie. 

Dabei steht einmal mehr das Thema Kapitalanforderungen im Fokus. Die künftigen regulatorischen Vorgaben in der Schweiz bleiben ungewiss. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahrs 2026 wird der Bundesrat seine Verordnung veröffentlichen, danach wird das Parlament voraussichtlich eine Debatte über Gesetzesänderungen zur Kapitalisierung ausländischer Beteiligungen von Muttergesellschaften beginnen. So erhöht Vontobel zwar das Kursziel auf 35 Franken von zuvor 33,50 Franken, stuft die Aktie jedoch ein Level herunter.

Der Analyst von Goldman Sachs liegt mit seiner Einschätzung von 38 Franken etwas höher und übertrifft auch die Konsensschätzung von 37,81 Franken.

Noch gnädiger ist die Basler Kantonalbank, welche das Preisziel am Freitag um 4 Franken auf 46 Franken erhöht mit dem Rating «Übergewichten». Die Kaufempfehlungen überwiegen gemäss AWP-Analyser nach wie vor die «Hold»- und «Sell»-Ratings.

Vielleicht ist also noch nicht alle Hoffnung verloren. Bis das Thema der Kapitalanforderungen abgeschlossen ist, dürften Ausschläge bei der Aktie jedoch dazugehören.

(cash)