Total hatte die Spritpreise bereits im Mai und Juni zeitweise gedeckelt. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu hatte den französischen Energieriesen zuvor mit klaren Worten aufgerufen, die Verbraucher an seinen angesichts der Energiekrise kräftig gestiegenen Gewinnen «auf schnellem und einfachem Weg» teilhaben zu lassen. Nach Einführen des Spritpreis-Deckels wehrte Total sich bislang erfolgreich gegen Forderungen aus Teilen der Politik, der Konzern solle wegen sprudelnder Gewinne eine sogenannte Übergewinnsteuer zahlen.
In Deutschland plant die Regierung trotz stark gestiegener Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Man habe Entlastungsmassnahmen beendet, und momentan sehe man keine neuen Massnahmen, sage Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Strasse von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Die Bundesregierung werde die Lage genau beobachten. Momentan gebe es aber keine Notwendigkeit für neue Entlastungen./evs/DP/jha
(AWP)
