In der Region Belgorod wurde nach Angaben von Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow eine Frau im Dorf Sosuli bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Demnach wurde ein Auto getroffen, der Fahrer sei verletzt worden. Am späten Abend sei ein Mann bei der Explosion einer Drohne in der Stadt Schebekino ums Leben gekommen.
Russland zielt erneut auf Energieinfrastruktur
Russland nahm bei frostigen Temperaturen erneut die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier. Moskaus Streitkräfte attackierten in der Grossstadt Krywyj Rih im Südosten der Ukraine Militärverwaltungschef Olexander Wilkul zufolge am Abend und in der Nacht die zivile Infrastruktur. Demnach gab es Notabschaltungen der Stromversorgung für 45.000 Kunden, in mehr als 700 Häusern auch der Fernwärme. Am Morgen habe sich die Lage wieder stabilisiert, schrieb er bei Telegram.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Angriffen auf den Energiesektor seines Landes in der Nacht. Demnach setzte Russland 113 Drohnen und drei ballistische Raketen ein und attackierte die Regionen Dnipropetrowsk, Schytomyr, Saporischschja, Charkiw und Cherson. Das Hauptziel seien die Energieversorgung und kritische Infrastruktur gewesen, Heizung und Strom, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Die Priorität der Ukraine sei die Stärkung der Flugabwehr, sagte er und appellierte an die westlichen Partner des Landes. Wenn die Ukraine die russischen Angriffe zu 100 Prozent parieren könne, mache Russlands Terror keinen Sinn mehr, schrieb er.
Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden steht dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Folgen russischer Angriffe in der Ukraine./ksr/DP/jha
(AWP)
