Langfristige Studien zeigen: Small Caps bringen auf Sicht von Jahrzehnten oder gar über Zeiträume von annähernd einhundert Jahren mehr Gewinn als Blue Chips. Das nennt man Small Cap Effekt.
So zeigt beispielsweise eine Studie des US-Beratungshauses Ibbotson Associates im Zeitraum 1928 bis 2012, also in 85 Jahren, dass US-Nebenwerte deutlich mehr Performance gebracht haben, als Blue Chips. Während die Standartwerte im genannten Zeitraum im durchschnitt auf ein jährliches Plus von 9,5 Prozent kamen, schafften Nebenwerte in den 85 Jahren einen jährlichen Gewinn von 12,0 Prozent.
Auf den ersten Blick ein doch nicht allzu grosser Unterschied. Aber wer genau hinsieht, erkennt hier über den ganz langen Zeitraum eine extreme Überrendite von Small Caps. Wer auf Basis der Studie des Researchhauses Ibbotson bei seiner Geburt – hier im Beispiel im Jahr 1928 – 1000 Dollar in US-Blue Chips investiert hat oder von seinen Eltern bekommen hat, hatte 85 Jahre später, in 2012, ein Vermögen von 2,2 Millionen Dollar.
Wer stattdessen Small Caps ins Depot bekommen hat, freute sich 85 Jahre später über ein stattliches Vermögen von 15,3 Millionen Dollar. Small Cap-Anleger konnten damit im Vergleich zu Investoren, die auf Blue Chips gesetzt haben, fast das Siebenfache einnehmen.
So viel zur Theorie, jetzt zur Praxis. ZKB hat aktuell ein Zertifikat mit ihren zehn Favoriten für 2026 aufgelegt. Die Verhältnisse in diesem Produkt werden am 23. Januar festgelegt, die Titel sind gleichgewichtet vertreten. Das Outperformance-Zertifikat mit Cap und einem Ausgabepreis von 100 Franken läuft bis 19. Januar 2027. Erster Handelstag soll der 23. Januar sein.
ZKB hat in dieses Zertifikat zehn Titel vom heimischen Aktienmarkt reingepackt. Zwar kommt in dem Produkt mit ABB, Amrize, Partners Group, Roche und Zurich Insurance die Hälfte der Mitglieder aus dem Blue Chip-Universum mit dem SMI. Doch die andere Hälfte rekrutiert ZKB aus dem Bereich der Nebenwerte mit dem SPI. Das sind konkret die Titel Accelleron, Comet, Daetwyler, Medacta und Siegfried Holding.
Und diese Zusammenstellung aus SMI und SPI ist mehr als aussichtsreich. Im SMI sind etwa Amrize, Partners, Roche und Zurich mehr als vielversprechend. Finanztitel wie Partners und Zurich sind derzeit ohnehin wieder stärker gefragt und Gesundheitstitel wie Roche stehen bei vielen Anlegern wieder ganz weit oben auf der Kaufenliste. Als Baukonzern hat Amrize mit seinem Fokus auf Nordamerika ohnehin gute Karten. Nachdem für dieses Jahr in den Staaten im Bausektor eher verhaltenes Wachstum vorausgesagt wird, soll es in 2027 im Sektor mit zwei bis drei Prozent nach oben gehen.
Aus dem Nebenwerte-Universum in den ZKB-Top-Ten überzeugt Accelleron als Weltmarktführer für Turbolader durch hohe Eintrittsbarrieren und Stabilität. Beim Zulieferer der Halbleiterindustrie Comet dürfte es ab diesem Jahr zu einer deutlich beschleunigten Gewinndynamik kommen. Beim Spezialisten für die Industrie Dätwyler wird eine mehrjährige Wachstumsphase erwartet und damit verbunden mit deutlichen Margensteigerungen.
Vielversprechend sind die Wachstumsperspektiven für den Medizintechniker Medacta. Die Aktie ist vor kurzem über das Allzeithoch aus 2021 nach oben ausgebrochen und der Spezialist für Orthopädie profitiert von seinen Produktinnovationen. Zu den Top-Ten der Aktienfavoriten von ZKB zählt auch Siegfried: Der Pharmazulieferer ist in seiner Nische wie etwa in der Onkologie oder bei GLP-1-Therapien – Stichwort Diabetes oder Abnehmspritzen – einer der führenden Player.
So oder so: Der Mix aus gross und klein im Zertifikat verspricht für Anleger unabhängig von den Perspektiven der einzelnen Mitglieder einerseits die klaren Outperformance-Chancen von Small Caps, andererseits auch die Pluspunkte von Stabilität aus dem Universum der Blue Chips. Das Zertifikat wird unter der ISIN CH1341403173 gehandelt.
