Die Zahlen waren stark und lagen bei Umsatz und Gewinn über der Erwartung. Hatten Analysten im Konsens beim iPhone-Konzern für das zurückliegende Quartal von April bis Juni einen Umsatz von 108,7 Milliarden Dollar prognostiziert, so wurden es 0,7 Prozent mehr beziehungsweise 109,4 Milliarden Dollar.

Besonders stark lief das Kerngeschäft mit Smartphones. Apple erzielt dort 50 Prozent der Umsätze und konnte die Erlöse in der Sparte um 21,7 Prozent auf 54,3 Milliarden Dollar ausbauen. Noch besser lief es bei den Mac-Computern. Dort gab es einen Umsatzschub um 28,7 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar, und das lag meilenweit über der Schätzung der Analysten: Die Experten hatten Mac-Erlösen von 8,7 Milliarden Dollar vorausgesagt.

Da Apple bei der Marge mit 48,1 Prozent ohnehin über der Erwartung der Analysten lag und dann inklusive eines positiven Steuereffekts die Gewinnspanne auf 50,1 Prozent steigern konnte, ging der Gewinn überproportional nach oben. Das Ergebnis je Aktie sprang zum Vorjahreszeitraum um 28,9 Prozent auf 2,02 Dollar. Selbst bereinigt um den Steuereffekt lag der Gewinn je Anteil mit 1,91 Dollar nicht nur 21,7 Prozent über Vorjahr, sondern auch über der Schätzung der Börsianer.  

Trotz der guten Zahlen rutschte die Aktie nach Vorlage der Daten Ende Juli zehn Prozent nach unten. Anleger waren enttäuscht vom Ausblick. Im laufenden Schlussquartal per Ende September sollen die Erlöse nur um neun bis elf Prozent zulegen. Analysten hatten bisher einen Anstieg um zwölf Prozent erwartet. Zudem kämpft Apple mit Lieferschwierigkeiten bei Hochleistungsprozessoren für die Mac-Computer.

Die Börsianer ignorieren dabei allerdings die Perspektiven. Und die sehen mehr als gut aus. Im September wird die neue Generation von iPhones mit Serien-Nr. 18 erwartet. Dieses Gerät soll deutlich leistungsstärker als der Vorgänger iPhone 17 sein, und es soll verschiedenen technische Neuerungen geben. Beispielsweise ein aufklappbares Smartphone und ein Modell in ultra-dünner Bauweise.

Wie die Zahlen zum dritten Quartal zeigen, sind die iPhones von Apple nach wie vor der Renner. Die Fan-Community dürfte vermutlich bei Einführung des iPhone 18 - wie so oft zuvor schon - nachts Stunden vor der Öffnung vor den Apple-Stores Schlange stehen. Da die neue Serie etwa 20 Prozent teurer als die iPhones 17 ist, ist bei Apple im Geschäftsjahr 2026/27 ab Oktober mit deutlichem Wachstum zu rechnen.

Das ist die fundamentale Sicht. Charttechnisch ist die Aktie nach dem Kursrückschlag vor einer Woche ebenfalls mehr als vielversprechend. Apple notiert jetzt an der unteren Begrenzungslinie des Aufwärtstrends aus 2025. Von dort war das Nasdaq-Mitglied in den letzten 14 Monaten schon mehrmals nach oben abgeprallt und hatte dann deutlich zulegen.

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Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call auf dieses Szenario und Kursgewinne von zumindest zehn Prozent, was die Aktie zurück in den Bereich des Allzeithochs vom Juli bei 340 Dollar führen sollte. Ein Call mit 4er-Hebel (ISIN: CH1476972745) würde bei einem solchen Anziehen der Aktie auf das bisherige Rekordhoch um 40 Prozent zulegen. Ein Call mit 8er-Hebel (ISIN: CH1579856191) verspricht ein Plus von 80 Prozent. Ein Zertifikat auf Apple mit spekulativerem 12er-Hebel (ISIN: CH1582379157) würde sich mehr als verdoppeln.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1476972745
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 228.45)
UBS Apple Inc. Long CHF Gering
CH1579856191
LEON Long Mini-Future (Stop Loss 279.34)
Leonteq Securities Apple Inc. Long CHF Mittel
CH1582379157
VT Long Mini-Future (Stop Loss 292.61)
Bank Vontobel Apple Inc. Long CHF Hoch

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