Mitte Dezember hatte ich an dieser Stelle die Aktie von Bayer zum Kauf empfohlen und für risikofreudige Anleger Calls auf das DAX-Mitglied. Seither ist der Kurs des Pharma- und Agrarkonzerns nicht nur um 40 Prozent gestiegen. Die empfohlenen Calls (ISIN: CH1500296640, CH1508620619 und CH1499949654) bringen sogar Gewinne bis 300 Prozent.

Diese Bayer-Hausse ist fundamental gut begründet. Vor zehn Jahren hatte der Pharmakonzern aus Leverkusen den Hersteller von Pflanzenvernichtungsmitteln Monsanto übernommen und kaum war der Deal vollzogen, hagelte es in den USA Klagen wegen Krebsverdacht und weiteren gesundheitlichen Schäden bei Nutzern insbesondere des Mittels Glyphosat.

Bayer hat seither in vielen tausend Schadenersatzklage-Fällen etwa 20 Milliarden Dollar an Geschädigte und Rechtskosten bezahlen müssen. Angesichts vieler tausend weiterer Glyphosat-Fälle, die noch bei US-Gerichten anhängig waren, war die Unsicherheit zur Bayer-Aktie natürlich unüberschaubar und gross.

So wie es jetzt aber aussieht, könnte Bayer nun nach zehn Jahren der Unsicherheit einen Schlussstrich unter das Monsanto- und Glyphosat-Debakel ziehen. Ein jetzt angebahnter Vergleich sieht zwar vor, dass Bayer in den nächsten rund 20 Jahren für Geschädigte nochmals bis zu 7,3 Milliarden Dollar locker machen muss. Dann soll es aber vorbei sein mit Massen-Klagen.

Anleger hassen Unsicherheit. Eine Aktie kaufen, über der ein wenig kalkulierbares Risiko wie ein Damoklesschwert schwebt, will niemand anfassen. Wie es jetzt aussieht, könnte sich die Bedrohung bei Bayer durch den Vergleichsvorschlag in Luft auflösen. Anleger können nach vorne blicken und die alten Glyphosat-Risiken abhaken.

Und dann rückt insbesondere der Pharma-Bereich bei Bayer wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung. Derzeit können die Leverkusener in der Sparte mit neuen Medikamenten Erfolge vorweisen. Obendrein wird die Verschuldung beim DAX-Mitglied zurückgeführt.

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Die Aktie ist jetzt zwar fürs Erste am Widerstand bei 50 Euro abgeprallt und etwas zurückgefallen. Doch der nächste Anlauf auf die psychologische Marke könnte nur eine Frage von Tagen sein. Fällt die Hürde, könnte Bayer auch in Richtung 60 Euro durchstarten. Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call als einem ersten Kursziel auf die Rückeroberung der 50 Euro-Marke.

Ein Call mit 4er-Hebel (ISIN: CH1518216069) könnte dann 40 Prozent zulegen. Ein Zertifikat mit einem etwas höherem 7er-Hebel (ISIN: CH1523253081) würde rund 70 Prozent steigen. Ein noch etwas spekulativerer Call mit 10er-Hebel (ISIN: CH1526346635) verspricht bei Bayer-Kursen um 50 Euro sogar eine Verdoppelung.

Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1518216069
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 35.87)
UBS Bayer AG Long CHF Gering
CH1523253081
VT Long Mini-Future (Stop Loss 39.63)
Bank Vontobel Bayer AG Long CHF Mittel
CH1526346635
BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 42.30)
Bank Julius Bär Bayer AG Long CHF Hoch

 

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