Schon ein und zwei Tage vor dem Angriff von USA und Israel auf den Iran zog der Ölpreis an. In den 24 bis 48 Stunden vor dem Kriegsbeginn kletterte der Preis für Schwarzes Gold aus der Nordsee – Sorte Brent – um rund drei Prozent. Aber das war nur der Anfang.
Richtig nach oben ging es mit Rohöl nach Beginn der Raketenangriffe. Die Annahme ist klar: Börsianer halten es für möglich, dass durch den Krieg die Versorgung mit Rohöl ins Stottern kommen und der Rohstoff weltweit knapp werden könnte. Mit einem folgenden starken Anstieg beim Ölpreis. Tatsächlich wird die Strasse von Hormus seit Tagen von Iran blockiert und dort laufen etwa 20 Prozent der weltweiten Öltransporte.
In Folge dessen ist Rohöl seit Ausbruch des Kriegs massiv gestiegen. In nur einer Woche kletterte der Preis für das Barrel Brent, aber ebenso auch für die US-Ölsorte WTI, jeweils über 30 Prozent. Brent ist dadurch aus dem Abwärtstrend vom Herbst 2023 nach oben ausgebrochen, notiert auf einem Zweijahreshoch.
Ölpreis (Brent) Kursentwicklung
Ist da noch mehr drin? Fundamental betrachtet, also bezogen auf das politische Umfeld, ist eine weitere Eskalation am Golf möglich. Im Iran wurde jetzt als religiöses Oberhaupt und Chef unter anderem auch der Streitkräfte, ein Sohn des langjährigen Herrschers Chamenei vom Expertenrat gewählt. Eine politische Neujustierung des Iran scheint da eher nicht zu erwarten.
Die aktuelle Politik des Landes am Persischen Golf – unabhängig von einer politischen Bewertung und einer Schuldfrage – ist folgende: Zurückschlagen, wo es geht. Israel wird mit Raketen beschossen, auch die Nachbarländer jenseits des Golfs – Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, sogar Saudi Arabien. Die Idee dahinter ist, entweder dem Westen zu schaden, oder aber einfach nur Chaos in der Region anzurichten.
Nachdem Brent jetzt die psychologische Marke bei 100 Dollar übersprungen hat, haben Spekulanten wahrscheinlich bereits die 120 Dollar im Visier oder peilen vielleicht sogar schon einen neuen langfristigen Preisrekord an. Je nach Kriegsverlauf könnten 130 Dollar für das 159 Liter-Fass vielleicht noch vor Ostern erreicht werden.
Passende Produkte zu Ölpreis (Brent) (Mini Future)
Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call auf Kurssteigerungen von Brent auf 120 Dollar und entsprechende Kursgewinne von knapp 15 Prozent. Ein Call mit 3er-Hebel (ISIN: CH1447677258) könnte dann rund 50 Prozent zulegen. Ein Zertifikat mit 5er-Hebel (ISIN: CH1525793134) verspricht dann Gewinne um 75 Prozent.
Alternativ zu einem Hebelprodukt auf Brent können Anleger auch auf Ölaktien setzen. Ein Call auf den französischen Ölmulti TotalEnergies mit 5er-Hebel (ISIN: CH1534246454) scheint derzeit besonders vielversprechend. Die Aktie ist nicht nur mit 10er-KGV moderat bewertet, sondern hat charttechnisch betrachtet auch den wichtigen Widerstand bei 75 Euro aus 2024 so gut wie erreicht und könnte nach oben ausbrechen. 75 Euro – ein Anstieg von zehn Prozent zum aktuellen Niveau von 68 Euro – scheint schnell drin zu sein. Der Call könnte dann 50 Prozent zulegen. Möglicherweise schon in wenigen Wochen.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1447677258 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 57.80) |
UBS | ICE Brent Crude Oil Front Month Future | Long | CHF | Gering |
| CH1525793134 LEON Call Warrant with Knock-Out (Stop Loss 55.36) |
Leonteq Securities | TotalEnergies SE | Call | CHF | Mittel |
| CH1534246454 VT Long Mini-Future (Stop Loss 75.01) |
Bank Vontobel | ICE Brent Crude Oil Front Month Future | Long | CHF | Hoch |
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