Von Euphorie keine Spur mehr. Nachdem die Tech-Börse in New York seit vielen Jahren die Blue Chips im Dow Jones bei der Kursentwicklung bei weitem übertreffen konnte - in den letzten fünf und zehn Jahren gab es eine Outperformance zu den Standardwerten an der Wall Street von 30 und 100 Prozent -, dümpelt der Nasdaq 100 seit drei Monaten per Saldo nur noch müde vor sich hin. Der Dow Jones dagegen bringt im selben Zeitraum Kursgewinne von sechs Prozent. Erst vor einer Woche gab es ein neues Allzeithoch im Index.

Die Skepsis zu Tech-Werten ist derzeit einfach gross. Viele Anleger zweifeln angesichts hoher Bewertungen an den Kurschancen der Techies. Immerhin liegt die aktuelle KGV-Bewertung der Titel im Nasdaq 100 mit 37 schon auf dem Level des Fünfjahresdurchschnitts. Zolldebatten und Handelskriege, Ukraine, Grönland und Venezuela sind zusätzlich Gift für starke Kursgewinne. Oder doch nicht?

Nimmt man das künftige KGV für die nächsten zwölf Monate, dann werden die 101 Nasdaq 100 Werte von Analysten im Durchschnitt aktuell in etwa dem 33fachen Gewinn bewertet. Und ist rund zehn Prozent günstiger als im Fünfjahresmittel.

Fundamental betrachtet könnte die momentan negative Stimmung auch schnell wieder besser werden. Möglicherweise zaubert US-Präsident Donald Trump ab Mitte dieser Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wieder Treibstoff für die Aktienkurse aus seinem Zylinder. Der Politiker ist immer für Überraschungen gut und hat seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr schon mehrfach bewiesen, dass er die Kurse vor sich treiben kann wie ein Fussball-Profi den Ball.

Dazu kommt: An den letzten drei Handelstagen im Januar legen unter anderem mit Microsoft, Oracle, Apple, Amazon, Meta und Alphabet sechs Börsengiganten ihre Zahlen zum Schlussquartal 2025 vor. Da das Weihnachtsgeschäft in den USA mit dem Start zu Thanksgiving und den Einkaufstagen Black Friday bis Cyber Monday gut gelaufen ist – der Online-Handel verzeichnete bei hohem Wachstum ein Rekordjahr –, sind positive Überraschungen zu erwarten.

Da die genannten Firmen absolute Schwergewichte an der Nasdaq sind und einen grossen Anteil an der Marktkapitalisierung des Index haben, dürfte das den Nasdaq 100 stark beeinflussen, im positiven Fall also deutlich nach oben ziehen. Möglicherweise kann die Vorlage der Quartalszahlen Ende Januar den Widerstand im Index endlich aus dem Weg räumen und die Tech-Titel auf ein neues Allzeithoch nach oben schieben.

Spannend ist dann auch die Charttechnik. In den letzten zehn Jahren gab es im Nasdaq 100 im Zeitraum Mitte Januar und zumindest den folgenden Wochen bis in den Februar hinein mit Ausnahme der beiden Krisenjahre 2020 (Corona) und 2022 (Ausbruch des Ukraine-Kriegs mit teuren Wirtschaftssanktionen) - nur Kurssteigerungen.

Passende Partner-Produkte zu Nasdaq 100

Risikofreudige Anleger spekulieren mit einem Call darauf, dass die Quartalszahlen der grossen Titel Ende Januar den nächsten Aufschwung an der Tech-Börse einläuten und dass der Nasdaq 100 dann das Allzeithoch bei rund 26'110 Punkten überspringen kann. Ein Call mit knappem 6er-Hebel (ISIN: CH1444276807) könnte bei einem Kursanstieg des Index um fünf bis sechs Prozent etwa 30 Prozent zulegen.

Ein etwas spekulativerer Call mit 8er-Hebel (ISIN: CH1463830690) würde sogar 40 bis 50 Prozent steigen. Wer noch mehr riskieren will, der greift zu einem Zertifikat mit 15er-Hebel (ISIN: CH1483508771). Sollte die Nasdaq 100 ohne Rücksetzer nach den Quartalszahlen auf das Allzeithoch im Index hoch marschieren, ist bei diesem Produkt die Kursverdopplung drin.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1444276807
BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 21.171.80)
Bank Julius Bär Nasdaq 100 Index Long USD Gering
CH1463830690
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 22.593.00)
UBS Nasdaq 100 Index Long CHF Mittel
CH1483508771
VT Long Mini-Future (Stop Loss 24.090.00)
Bank Vontobel Nasdaq 100 Index Long CHF Hoch

 

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