Die letzte Empfehlung von Lufthansa an dieser Stelle Anfang Oktober ging voll auf. Denn die Aktie der Fluggesellschaft marschierte in vier Wochen nicht nur um zehn Prozent von rund 7,35 Euro auf die damals als erstes Kursziel ausgegebenen 8,0 Euro, sondern lief dann weiter. Anfang Februar hatte der Titel Kurslevels um 9,50 Euro erreicht und notierte damit auch wieder auf Buchwert-Niveau.
Die damals ebenfalls empfohlenen Calls auf das MDAX-Mitglied haben sich dadurch nicht nur verdoppelt, sondern verdrei- und sogar verfünffacht. Vom Dreijahreshoch vom Februar ist bei Lufthansa allerdings nicht viel geblieben. Vor dem Hintergrund des Kriegs im Iran mit Flugverbotszonen und auch wegen des stark gestiegenen Kerosinpreises ging es mit der Aktie der Fluglinie aus Frankfurt im März ganz schnell um 20 Prozent nach unten.
Der Sinkflug der Linie mit dem Kranich als Markenzeichen hatte allerdings an Ostern ein Ende. Und gestern hob die Airline wieder richtig ab. Bei Börsenschluss stand ein Tagesplus von 7,8 Prozent zu Buche.
Der Hauptgrund für den massiven Kursumschwung ist sicher der aktuell in der Strasse von Hormus vereinbarte Waffenstillstand. Damit verbunden war nicht nur ein Kurskollaps bei Rohöl um rund zehn Prozent, sondern auch die Hoffnung, dass dieser Konflikt bald ein Ende finden könnte.
Aber einen Grund darf man nicht übersehen: Die Aktie war am Montag auf der unteren Begrenzungslinie des Aufwärtstrends von Anfang 2025 bei rund 7,40 Euro aufgesessen. In den letzten 15 Monaten startete der Titel aber von dieser Linie bereits viermal durch und konnte 20 Prozent und mehr zulegen.
Gestern kam es also zum fünften Rebound. Die Lufthansa-Aktie ist damit noch nicht ausgereizt. Bezogen auf das alte Chartmuster, mit Kurssteigerungen nach einem Rebound von der Trendlinie, wären nochmals weitere Kurssteigerungen von etwa zehn Prozent zu erwarten. Das wären Kurse um 8,80 Euro. Allerdings ist auch das noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Denn in den letzten Jahren notierte die Aktie von Lufthansa zwar häufig unter Buchwert, aber solche Abschläge zum Eigenkapital meist im Bereich von 20 bis 30 Prozent, wurden dann auch schnell wieder durch steigende Kurse abgebaut und der Buchwert erreicht.
Aktuell notiert Lufthansa trotz der gestrigen Kursgewinne immer noch 20 Prozent unter dem Eigenkapital von 9,71 Euro je Aktie. Die Chancen stehen damit gut, dass die Fluglinie ihren Steigflug weiter in Richtung Buchwert – zumindest aber nochmals um etwa zehn Prozent nach oben auf etwa 8,80 Euro – fortsetzt.
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Risikofreudige Anleger hebeln dieses Kurspotential von zehn Prozent mit einem Call. Ein Zertifikat mit 4er-Hebel (ISIN: CH1447774865) würde bei Lufthansa-Kursen von 8,80 Euro rund 40 Prozent zulegen. Ein Call mit 5er-Hebel (ISIN: CH1499879679) verspricht dann Kurssteigerungen von mehr als 50 Prozent.
Ein Zertifikat auf Lufthansa mit 7er-Hebel (ISIN: CH1547196878) könnte 70 Prozent klettern. Sollte es im Iran-Konflikt zeitnah weitere Entspannung geben, könnte Lufthansa auch wieder den Buchwert erreichen. Die genannten Calls würden dann um 80 bis 150 Prozent nach oben schiessen.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1447774865 LEON Long Mini-Future (Stop Loss 6.46) |
Leonteq Securities | Deutsche Lufthansa AG | Long | CHF | Gering |
| CH1499879679 VT Long Mini-Future (Stop Loss 6.85) |
Bank Vontobel | Deutsche Lufthansa AG | Long | CHF | Mittel |
| CH1547196878 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 7.18) |
UBS | Deutsche Lufthansa AG | Long | CHF | Hoch |
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