Selbst alt eingefleischte Börsianer können sich kaum an eine Aktie erinnern, die in kurzer Zeit – und das als Bluechip – einen dermassen fulminanten Turnaround absolvieren konnte wie Intel. Vor einem Jahr war der Chiphersteller wie unberührbar. Firmenchef Lip-Bu Tan hatte damals noch gesagt, sein Unternehmen könne im Bereich KI den Rückstand zu den anderen grossen Playern nicht mehr aufholen.
Allem Anschein nach wurde dann aber vermutlich US-Präsident Donald Trump der rettende Engel für den Tech-Konzern aus Santa Clara in Kalifornien. Zuerst hatte Trump über den Intel-CEO geschimpft wegen zu enger Verbindungen nach Asien, um dann schon wenige Tage danach einen völlig anderen Ton anzuschlagen.
Intel müsse man helfen und Trump hat Intel geholfen. Da war zuerst die Einladung des Intel-Managements ins Weisse Haus in Washington, dann eine Partnerschaft mit Nvidia und jetzt wird es noch gewaltiger: Smartphone- und iMac-Hersteller Apple will vom taiwanesischen Chiphersteller TSMC unabhängiger werden und hat deshalb mit Intel eine vorläufige Vereinbarung zur Lieferung von Chips aus Kalifornien abgemacht.
Schon vor dieser Meldung sorgten allerdings Nachrichten über das weiter andauernde und ungebremste Wachstum im KI-Sektor für kräftige Kurssteigerungen bei der Intel-Aktie. Seit der letzten Empfehlung Mitte Januar hat sich der Kurs des Tech-Konzerns nun auch bereits verdreifacht. Mit den damals ebenfalls empfohlenen Calls konnten Anleger sogar in den Bereich der Verzehnfachung kommen.
Was nun? Eins scheint klar zu werden: Intel hat nicht mehr einen grossen Rückstand im KI-Bereich, sondern ist jetzt selbst ganz vorne mit dabei. Immerhin hat sich die Aktie des Nasdaq-Mitglieds im Vergleich zum bisherigen Allzeithoch von der Jahrtausendwende auch fast verdoppelt.
Risikofreudige Anleger sehen in diesen Kursgewinnen aber erst den Anfang. KI ist das Megathema, ein Supertrend, und das übertrifft vom Potenzial her noch die einstigen Chancen des Internets – der dot.coms – zur Jahrtausendwende. KI zieht schon jetzt alles und jeden in ihren Bann und ihren Einfluss.
So hart das klingen mag: In vielen Firmen – den grösseren auf jeden Fall – werden doch längst Szenarien durchgespielt, in denen KI das Ruder übernimmt und die Mitarbeiter den Aktenkoffer packen müssen. KI wird in den nächsten Jahren alles überrollen, mit sich reissen. Und dann steigt der Bedarf an Rechenleistung, in den Rechenzentren nach Speicherchips, immer weiter an.
Hardware – insbesondere Hochleistungs-KI- und Speicherchips – wird noch ein ganz knappes und viel begehrtes Gut werden. Oder ist es schon. Seit dem Massenstart von generativer KI durch ChatGPT Ende 2022 hat sich die Nachfrage nach den erforderlichen Chips verfünffacht. Alleine in diesem Jahr hat sich der Preis dieser Tech-Produkte schon fast verdoppelt.
Dieses Preis- und Mengenwachstum eröffnet für Intel zusammen mit den Mega-Partnerschaften wie mit Nvidia und Apple gigantisches Potential. Es wäre kaum ein Wunder, wenn nicht bald schon der nächste Tech-Gigant an der Intel-Zentrale in Santa Clara an der Tür anklopfen würde. Angesichts dieser Chancen scheint es nicht ausgeschlossen, dass Intel noch in diesem Jahr Kurse von 150 und vielleicht 200 Dollar erreichen kann.
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Mit einem Call hebeln risikofreudige Anleger weitere Überraschungen bei Intel auf ein Vielfaches. Ein Call mit 4er-Hebel (ISIN: CH1452484541) könnte bei einem Kursanstieg von Intel um ein Drittel auf 150 Dollar rund 100 Prozent zulegen. Calls mit 6er-Hebel (ISIN: CH1551990521) würden sich verdreifachen. Ein Zertifikat mit 10er-Hebel (ISIN: CH1560299310) könnte auf das Vervierfache explodieren.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1452484541 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 88.67) |
UBS | Intel Corp. | Long | CHF | Gering |
| CH1551990521 LEON Long Mini-Future (Stop Loss 95.23) |
Leonteq Securities | Intel Corp. | Long | CHF | Mittel |
| CH1560299310 VT Long Mini-Future (Stop Loss 101.20) |
Bank Vontobel | Intel Corp. | Long | CHF | Niedrig |
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