Das Mitleid hält sich in Grenzen. Noch vor zwei Jahren, in 2024, führte Bernad Arnault immer wieder die Liste der reichsten Menschen der Welt an. Mit mehr als 230 Milliarden Dollar Vermögen lag der Franzose noch vor den Tech-Giganten Elon Musk oder Jeff Bezos.

Das allerdings ist Vergangenheit. Heute haben Musk und Bezos Arnault um Lichtjahre hinter sich zurückgelassen. Musk verfügt über ein Vermögen im Bereich von 1000 Milliarden Dollar, Bezos bringt es auf rund 400 Milliarden Dollar. Arnault dagegen hat sich in Hinblick auf sein Vermögen auf etwa 120 Milliarden Dollar halbiert und belegt nicht mehr Rang eins unter den Superreichen, sondern ist relativ abgeschlagen zwischen Platz zehn und 20.

Eng verbunden mit dem Vermögen von Arnault ist die Kursentwicklung von LVMH. Arnault ist dort Grossaktionär. Steigt LVMH, legt das Vermögen von Arnault rein rechnerisch zu, fällt LVMH, geht es zurück.

Und seit Anfang 2024 ist der Aktienkurs von LVMH massiv im Rückwärtsgang, hat sich wie das Vermögen von Arnault halbiert. Der massive Kursverfall des Luxusgüterkonzerns aus Paris hat mehrere Gründe, zum Teil hausgemacht. So hatte LVMH seine Marktmacht im Bereich der superteuren Lederhandtaschen vor wenigen Jahren überschätzt und den Preis immer weiter nach oben geschraubt.

Sicher, die wirklich Reichen, für die 1000 oder 2000 Franken mehr oder weniger nicht die geringste Rolle spielen, sind nach wie vor treue Kunden von Taschen Marke Vuitton oder Dior. Aber die erfolgreiche, überdurchschnittlich kaufkräftige Mittelschicht zählt jetzt nicht mehr zu den Käufern. Die Konjunkturschwäche am wichtigsten Markt China drückt LVMH nach unten.

Zwischen 2023 und 2025 ist der Umsatz der Pariser annähernd um zehn Prozent auf 80,8 Milliarden Dollar eingebrochen, der Gewinn fiel um ein Drittel auf rund 22 Euro je Aktie. Der Kursverfall der Aktie war dazu aber ganz klar weit überproportional. Das hängt auch damit zusammen, dass Spekulanten die Aktie als Synonym für Konsum und Luxus verwenden. Schwächelt die Nachfrage nach superteuer, wird LVMH von diesen Kreisen gerne leer-verkauft. Und das drückt dann den Kurs zusätzlich.

Jetzt allerdings ist LVMH auf ein dermassen tiefes Niveau abgerutscht, da kann es fast nur nach oben gehen. Fundamental betrachtet gibt es die Aktie zu KGVs von unter 20. Noch vor zwei Jahren wurde das EuroStoxx 50-Mitglied mit KGVs von mehr als 30 gehandelt. Obendrein ist in diesem Jahr die Trendwende zu erwarten. Umsatz und Gewinn dürften wenn nicht stark, aber immerhin um einige Prozentpunkte zulegen. Zudem ist die Aktie auf die starke Unterstützung um 375/380 Euro zurückgefallen. Von dort aus gibt es gute Chancen auf eine schnelle Erholungsrallye in Richtung 400 und 500 Euro.

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Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call auf einen Rebound von dieser Unterstützung und schnelle Kurssteigerungen bei LVMH zumindest von zehn Prozent in den Bereich um 450 Euro. Ein Call mit 3er-Hebel (ISIN: CH0403140087) würde dann 30 bis 40 Prozent zulegen. Ein Zertifikat mit 7er-Hebel (ISIN: CH1604879572) könnte sich verdoppeln. Ein Call mit 10er-Hebel (ISIN: CH1594746203) verspricht sogar Steigerungen von 130 bis 150 Prozent.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH0403140087
VT Long Mini-Future (Stop Loss 265.29)
Bank Vontobel LVMH Long CHF Gering
CH1604879572
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 346.59)
UBS LVMH Long CHF Mittel
CH1594746203
BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 362.91)
Bank Julius Bär LVMH Long CHF Hoch

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