Vor einem Jahr war der Preis so richtig hochgeschossen. In wenigen Wochen explodierte der Palladium-Kurs um rund 50 Prozent auf 3200 Dollar. Von dem dabei erreichten Allzeithoch ging es dann aber mit dem Edelmetall auch wieder steil bergab. Palladium notiert heute sogar noch 30 Prozent unter dem Level kurz vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs und ist jetzt nur etwa halb so teuer wie zu den Rekordzeiten.

Der Ausbruch vor einem Jahr hatte seine Gründe. Denn Russland ist einer der wichtigsten Palladium-Produzenten weltweit, und Spekulanten hielten es damals für möglich, dass die Versorgung mit dem Industriemetall wegen Krieg und Sanktionen plötzlich versiegen könnte.

Diese Angst ist im Moment gebannt. Und nicht nur das. Palladium wird insbesondere in Katalysatoren von herkömmlichen Verbrennungsmotoren eingesetzt. Und die Herstellung von Neufahrzeugen war im vergangenen Jahr stark gebremst. Lieferengpässe etwa bei Chips und Kabelsträngen bescherten dem Sektor Produktionszahlen 25 Prozent unter den Rekorden aus 2017.

Aber das Szenario dreht langsam wieder. In diesem Jahr wird mit einem Anstieg der globalen Autoproduktion um etwa zwei Prozent gerechnet und bis 2025 soll die Zahl der jährlichen Neufahrzeuge etwa zehn bis 15 Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr.

Mit mehr Neufahrzeuge steigt dann aber auch der Palladium-Bedarf. Das Metall wird übrigens nicht für Katalysatoren verwendet, sondern auch für Elektroden in Brennstoffzellen oder zur Speicherung von Wasserstoff.

Wegen der prognostizierten Erholung im Autosektor ist also steigende Nachfrage zu erwarten. Nun aber ist Palladium äusserst selten. Die jährlich Produktion liegt bei etwa 250 Tonnen und dort liegt ein Problem: Hauptproduzenten mit einem Weltmarktanteil von etwa 70 Prozent sind Russland und Südafrika. Zudem sitzen beide Länder auf geschätzt etwa 90 Prozent der weltweiten Ressourcen.

Autoherstellern und Rohstoffinvestoren sollte jetzt eine Meldung Sorgen machen: Vertreter der südafrikanischen Regierungspartei ANC sind aktuell in Moskau. Dort soll die Freundschaft zu Putins-Partei „Einiges Russland“ gestärkt werden. Überhaupt ist das Verhältnis Russland zu Südafrika traditionell sehr gut. Den ANC-Politikern ist auch wichtig wie sie sagen, einen Neokolonialismus und eine vorherrschende unipolare Weltordnung umzukehren.

Das klingt nicht gut und wenn man Palladium betrachtet, hängt die Welt, die Autoindustrie, am Tropf von Russland und Südafrika. Zu diesem Hintergrund und der erwarteten Steigerungen der Autoproduktion kommt auch noch die Charttechnik. Das Edelmetall notiert jetzt an der starken Unterstützung im Bereich um 1400 Dollar je Unze. Von dort ging es in den letzten fünf Jahren bereits dreimal kurzfristig um zehn, 15 und auch um 100 Prozent nach oben.

Passende Produkte zu Palladium (Mini Future)

Mit einem Call spielen risikofreudige Anleger den Rebound von Palladium von dieser Unterstützung. Die Laufzeit der von der Redaktion ausgewählten Calls ist endlos, die Hebel, die für überdurchschnittliche Gewinnsteigerungen bei einem Kursplus von Palladium sorgen, liegen bei 2,8, 4,6 und 7,2.

Die beiden letztgenannten Produkte sind wegen nicht ganz geringem Hebel zwar schon etwas riskant. Sollte aber der Rebound klappen, dann wäre beim Call mit 7er-Hebel und einem Kursanstieg des Edelmetalls um 15 Prozent auf 1700 Dollar je Unze eine Kursverdopplung drin.

Sollte Palladium aber unter die Unterstützung fallen, ziehen vorsichtige Anleger die Bremse und stellen ihren Call bei Palladium-Preisen um 1300 Dollar je Unze glatt.

Symbol Emittent Basiswert Typ Whg. Risiko
MPAAVV Vontobel Palladium (USD) Long CHF Geringes Risiko/geringer Hebel
MPABDV Vontobel Palladium (USD) Long CHF Mittleres Risiko/mittlerer Hebel
MZXCBP BNP Paribas Palladium (USD) Long CHF Hohes Risiko/hoher Hebel

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