Mal geht es 20 Prozent nach oben, dann in wenigen Tagen zehn Prozent nach unten, dann wieder zehn Prozent in die andere Richtung. Und einige Tage später fällt der Preis erneut um 20 Prozent, um dann schon kurz danach 25 Prozent zu steigen: Der Krieg im Iran mit hoher Unsicherheit darüber, wie es in der Ölregion am Persischen Golf weitergehen wird und vor allem die Sperrung der Strasse von Hormus, der wichtigsten Transportroute für Rohöl weltweit, bescheren dem Preis von Rohöl eine Berg- und Talfahrt. Seit Ausbruch des Konflikts schwankt der Preis für Brent zwischen 90 und 110 Dollar je Barrel.

Kaum keimen Hoffnungen auf, der Iran würde mit USA verhandeln und die Blockade der wichtigen Transportroute im Persischen Golf wieder freigeben – was fallende Preise mit sich bringt –, kommt es zur nächsten Enttäuschung. Keine Verhandlungen, keine Einigung, keine offenen Transportwege am Golf. Und der Ölpreis steigt wieder.

Infolge dessen geht es mit dem Ölpreis seit Ausbruch des Kriegs im Iran schnell bergauf und ebenso schnell wieder bergab. Nachdem der Ölpreis von Anfang April zwei Wochen um 20 Prozent gefallen war, ist der Preis für schwarzes Gold seither wieder 25 Prozent gestiegen. Aktuell notiert Öl Sorte Brent mit 111 Dollar für das 159 Liter-Fass auf dem höchsten Stand seit vier Jahren.

Der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC (Organisation der Ölexportierenden Ländern) vor einer Woche löste zusätzliche Unsicherheit am Ölmarkt aus und brachte steigende Preise. Die VAE sitzen auf gewaltigen Ölreserven und sind einer der grössten Ölproduzenten der Welt.

Aber - und das ist das entscheidende Aber: Ölanalysten gehen davon aus, dass nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC das Angebot tendenziell steigen wird. Sie gehen davon aus, dass die Arabischen Emirate schon bald so viel Öl fördern, wie sie wollen und sich nicht länger an Vorgaben der OPEC halten.

Wird alleine schon das grössere Angebot den Preis unter Druck setzen, so hat nun die OPEC selbst ihre Fördermenge angehoben. Schon im April hatte die Organisation OPEC +, also mit Russland, die angestrebte Fördermenge um 206 tausend Barrel pro Tag erhöht. Jetzt sollen es noch einmal 188 tausend Barrel täglich mehr sein. Bezogen auf die gesamte Fördermenge der OPEC von etwa 35 bis 40 Millionen Barrel am Tag ist das eine Auweitung der Produktion um ein bis zwei Prozent.

Derzeit gibt es zwar nach wie vor das Nadelöhr an der Strasse von Hormus und die Blockade. Doch das wird früher oder später ein Ende finden und dann wird Öl en masse auf den Markt schwappen. Die Freigabe der Meerenge durch den Iran könnte den Preis zum Absturz bringen. Schon jetzt hat die OPEC 90 Dollar als Ziel für Ölpreis je Barrel ausgegeben.

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Risikofreudige Anleger setzen zum einen auf eine deutliche Korrektur beim Ölpreis nach Öffnung der Strasse von Hormus. Und selbst wenn das so schnell nicht kommen sollte: Der Ölpreis scheint nach oben ausgereizt, bei einem Preis von 110 Dollar je Barrel ein Deckel oben drauf zu sein.

Wie schon mehrmals in den letzten zwei Monaten könnte der Preis deshalb auch jetzt wieder kurzfristig um zehn bis 20 Prozent nach unten fallen. Sollte der Preis wie schon mehrmals in den letzten zwei Monaten um zehn bis 20 Prozent zurückkommen, verspricht ein Put mit 6er-Hebel (ISIN: CH1547162383) einen Gewinn zwischen 50 und 100 Prozent.  

Ein Put mit 11er-Hebel (ISIN: CH1551982734) könnte bei einer Korrektur von Brent auf 90 Dollar einen Gewinn von 200 Prozent abwerfen. Ein Put mit 12er-Hebel (ISIN: CH1540161853) würde 250 Prozent zulegen.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1540161853
VT Short Mini-Future (Stop Loss 116.50)
Bank Vontobel ICE Brent Crude Oil Front Month Future Short CHF Hoch
CH1547162383
UBS Short Mini-Future (Stop Loss 125.09)
UBS ICE Brent Crude Oil Front Month Future Short CHF Gering
CH1551982734
LEON Short Mini-Future (Stop Loss 116.36)
Leonteq Securities ICE Brent Crude Oil Front Month Future Short CHF Mittel

 

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