Das übertrifft die kühnsten Träume der Anleger: Der Preis von Silber ist in wenigen Monaten über alle bisherigen Rekorde hochgeschossen. Schon in 2024 war der Preis für die Unze des Edelmetalls aus seiner jahrelangen Seitwärtsrange nach oben ausgebrochen, und zum Jahresschluss stand ein Kursplus von 30 Prozent zu Buche.

Dann die letzten 13 Monate. Der Unzenpreis für Silber hatte sich im vergangenen Jahr verdoppelt, und in diesem Jahr bringt Silber bereits nach wenigen Wochen ein weiteres Kursplus von 50 Prozent. Die bei der letzten Besprechung Anfang Dezember von mir an dieser Stelle empfohlenen Calls (ISIN: CH1469365816, CH1479389780 und CH1508628166) auf Silber sind auf das Drei- bis Zehnfache gestiegen. In nur zwei Monaten ein Kursanstieg um 1000 Prozent. Und das für das eigentlich stinklangweilige Silber, dem Gold eigentlich regelmässig den Rang abläuft.

Zuletzt gab es bei Silber Ende der 70er-Jahre eine ähnliche Hausse. Die texanischen Brüder Hunt spekulierten ab etwa 1973 auf steigende Silberpreise nicht nur in physischer Form des Metalls, also greifbar als Schmuck oder Barren, sondern auch massiv an der Terminbörse. In den folgenden sieben Jahren bis 1980 schoss der Preis damals von zwei Dollar auf rund 50 Dollar in die Höhe.

Die US-Terminbörse läutete dann aber das Ende des Spiels ein und der Preis kollabierte rasch. Obendrein hatten auch viele Privatleute angesichts der horrenden Silberpreise Schmuck, Münzen oder auch Silber-Besteck verkauft und das Angebot deutlich erhöht. Das drückte zusätzlich auf die Notierung. Innerhalb von zwei bis drei Jahren kollabierte die Silbernotierung dann auf ein Zehntel der 1980er-Rekordstände.

Silber-Kursentwicklung.

Aktuell steht Silber bei 103 Dollar. Inflationsbereinigt zu Preisen von 1980 wären das etwa 25 Dollar für die Unze. Unabhängig davon ist der Silberpreis im Höhenflug. In den letzten zwei Jahren hat sich der Preis mehr als vervierfacht. Und damit hat Silber erstmals seit 45 Jahren Gold den Rang ganz klar abgelaufen.

Zwar steigt auch Gold – der Preis für die Unze hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Aber das Preisverhältnis zwischen Gold und Silber – die Gold-Silver-Ratio – ist stark zurückgekommen. Kostete eine Unze Gold in den letzten drei bis vier Jahren meist etwa 80 bis 90mal so viel wie eine Unze Silber, so ist das Edelmetall jetzt nur noch 50mal so viel wert.

Grund für den steigenden Silberpreis ist nicht in erster Linie der immer höhere Goldpreis – möglicherweise kommt Gold derzeit sogar im Sog von Silber nach oben –, sondern einerseits steigende Nachfrage, andererseits geringe Verfügbarkeit.

Silber ist anders als Gold nicht mehr oder weniger nur in der Schmuckindustrie oder als sicherer Hafen und bei Zentralbanken begehrt, sondern wird vor allem in der Industrie wegen seiner hohen elektrischen Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit verwendet. Megatrends wie erneuerbare Energien insbesondere Photovoltaik und dort für Leiterbahnen auf Solarzellen, E-Mobilität und hier für Batterien, die Ladeinfrastruktur oder Elektronik, oder KI mit hoher Nachfrage nach Leiterplatten sowie Schaltern und Kontakten, sorgen für immer höheren Bedarf.

Auf der anderen Seite sind die Lager zusehends leer. An der US-Terminbörse lassen sich Long-Spekulanten Gewinne aus einem Silberkontrakt immer öfter nicht in Form eines Barausgleichs, sondern in physischer Form durch Übertragung von Silber auszahlen. An der Warenterminbörse in London ging der Lagerbestand an Silber in den letzten zwei Jahren auf ein Fünftel zurück. Und seit Jahresanfang hat China als zweitgrösster Silberproduzent hinter Mexiko und als führender Silberveredler weltweit dann auch noch Anfang Jahr Exportbeschränkungen für Silber eingeführt.

In diese angespannte Marktlage kommen zusätzlich Streiks und Streikandrohungen in Minen, die das ohnehin schon knappe Angebot weiter einschränken.

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In diesem Umfeld sind weiter steigende Silberpreise nicht unwahrscheinlich. Da der Preis des Edelmetalls inzwischen extrem volatil ist – Kurssteigerungen an einzelnen Tagen zwischen fünf und zehn Prozent sind keine Seltenheit mehr – könnte Silber auch auf 120 oder vielleicht sogar 150 Dollar je Unze klettern.

Mit einem Call spielen risikofreudige Anleger diese möglichen weiteren Steigerungen beim Silberpreis. Ein Call mit 3er-Hebel (ISIN: CH1518243964) würde bei einem schnellen Anstieg des Unzenpreises auf 120 Dollar etwa 30 Prozent zulegen. Bei einem Unzenpreis von 150 Dollar wäre sogar mit einem Plus von 120 Prozent mehr als die Verdopplung drin.

Ein Zertifikat mit 4er-Hebel (ISIN: CH1521224423) würde in beiden Fällen um etwa 40 und sogar knapp 200 Prozent zulegen. Ein Call mit spekulativerem 5er-Hebel (ISIN: CH1511793932) verspricht Kursgewinne von 50 bis rund 250 Prozent.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1511793932
LEON Long Mini-Future (Stop Loss 82.98)
Leonteq Securities Silver (USD) Long CHF Hoch
CH1518243964
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 69.86)
UBS Silver (USD) Long CHF Gering
CH1521224423
VT Long Mini-Future (Stop Loss 74.28)
Bank Vontobel Silver (USD) Long CHF Mittel

 

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