VW – diese zwei Buchstaben waren für die Beschäftigten des Unternehmens viele Jahrzehnte lang wie eine hundertprozentige Jobgarantie. Das grosse Gewicht des deutschen Bundeslandes Niedersachsen mit einem Anteil von rund 20 Prozent am Autokonzern und damit einer Sperrminorität sorgte für ein entspanntes Arbeitsklima beim DAX-Mitglied.
Keine Entlassungen, angenehme Arbeitsatmosphäre mit schöner Kantine, günstige Autos für die Privatnutzung, hohe Löhne und attraktive Betriebsrente, Wochenarbeitszeit zumindest bis 2024 von weniger als 30 Stunden: Was bis vor Kurzem wie ein Streichelzoo für Kinder wirkte, entwickelt sich seit einigen Quartalen immer mehr zum Stressfaktor.
Ende 2024 wurde der sozialverträgliche Abbau von 35'000 Arbeitsplätzen etwa über Abfindungen bis Ende 2030 beschlossen, und vor wenigen Tagen hat Firmenchef Oliver Blume nachgelegt: Bis 2028 sollen die Kosten über das bisherige Sparprogramm hinaus nochmals um 20 Prozent zurückgehen. Weiterer Stellenabbau und sogar Werksschliessungen scheinen kein Tabu zu sein.
Dieses neue Sparprogramm ist gigantisch. Bei einem Börsenwert des Autobauers von insgesamt – Vorzugsaktien und Stammaktien zusammengenommen – rund 50 Milliarden Euro, will Manager Blume dadurch etwa 60 Milliarden Euro einsparen. Die Ankündigung des neuen Sparprogramms brachte der Aktie zwischenzeitlich zwar leichte Kursgewinne von wenigen Prozent. Doch in Relation zum Sparvolumen ist das nichts.
Das Chartbild signalisiert mit einer aktuellen Keilformation, dass Anleger, die auf steigende Kurse setzen, und solche, die eher verkaufen wollen, sich derzeit mehr oder weniger die Waage halten. Denn die Kursausschläge werden immer kleiner. Doch damit steigt die Chance auf eine kräftige Bewegung – nach unten oder oben. Die nach oben allerdings erscheint weit wahrscheinlicher.
Die zwei Sparprogramme bis 2028 und dann 2030 versprechen deutliche Gewinnsteigerungen in den nächsten Jahren. Da VW ohnehin mit einem erwarteten 4er-KGV in diesem Jahr, einer Dividendenrendite von mehr als 4 Prozent und einem spottbilligen Kurs/Buchwert-Verhältnis von 0,3 fundamental gesehen massiv unterbewertet ist, setzen risikofreudige Anleger mit einem Call auf das Szenario mit deutlichen Kursgewinnen.
Passende Partner-Produkte zu VW AG Vorzüge (Calls)
Brechen die VW-Vorzugsaktien jetzt über die 105 Euro nach oben aus, sind zumindest 110 Euro möglich. Vielleicht geht es dann aber mit der Aktie noch weiter nach oben. Aber schon das mögliche Kurspotential von rund 5 Prozent bedeutet bei einem Call mit relativ niedrigem 4er-Hebel (ISIN: CH1432443476) ein Plus von 20 Prozent.
Sollten die VW-«Vorzüge» gar auf 120 Euro klettern, wären mit diesem Produkt Gewinne von bis zu 60 Prozent drin. Ein Call mit höherem und bereits deutlich spekulativem 10er-Hebel (ISIN: CH1525956038) würde in den beiden Fällen um etwa 50 und 150 Prozent nach oben sprinten.
Ein wirklich riskantes Zertifikat mit 15er-Hebel (ISIN: CH1528971539) könnte bei einem schnellen und direkten Kursanstieg der VW-Vorzüge auf 110 und sogar 120 Euro um knapp 80 und sogar bis rund 200 Prozent explodieren.
| Produkt | Emittent | Basiswert(e) | Typ | Whg. | Risiko |
|---|---|---|---|---|---|
| CH1432443476 LEON Long Mini-Future (Stop Loss 80.30) |
Leonteq Securities | Volkswagen AG (Vz) | Long | CHF | Gering |
| CH1525956038 VT Long Mini-Future (Stop Loss 97.07) |
Bank Vontobel | Volkswagen AG (Vz) | Long | CHF | Mittel |
| CH1528971539 UBS Long Mini-Future (Stop Loss 99.55) |
UBS | Volkswagen AG (Vz) | Long | CHF | Hoch |
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