Gleich zu Beginn des Gipfels gefährdet Trump damit das für die Verbündeten wichtige Signal der Geschlossenheit. Für die Abschreckungsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses ist es zentral, dass die 32 Mitgliedsstaaten Einigkeit demonstrieren. Der US-Präsident hatte zuletzt immer wieder seinem Unmut über einige europäische Verbündete Luft gemacht - und so Sorgen befeuert, er könnte auch auf dem Nato-Gipfel für einen Eklat sorgen.
Spannungen nahmen während Iran-Kriegs zu
Trumps zentraler Vorwurf lautete auch in den vergangenen Wochen, die europäischen Partner hätten die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstützt. Dabei ging es unter anderem um Stützpunkte, Überflugrechte und eine mögliche Rolle bei der Sicherung der Strasse von Hormus. Auch Kritik am US-Vorgehen im Iran, wie sie etwa Bundeskanzler Friedrich Merz geäussert hatte, verärgerte Trump.
Für den US-Präsidenten hat Loyalität einen zentralen Stellenwert - ob seitens seiner Kollegen im Inland oder seiner Verbündeten im Ausland. Auf die Frage, was er sich von Alliierten wünsche, sagte Trump jüngst: «Ich will einfach nur ihre Loyalität».
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(AWP)
