Trump forderte die iranische Führung auf, schnell an den Verhandlungstisch zu kommen und auf ihr Atomprogramm zu verzichten. «Die Zeit läuft ab, es ist wirklich dringend!», schrieb Trump. «Wie ich dem Iran bereits einmal gesagt habe: SCHLIESST EIN ABKOMMEN!» Trump erinnerte an die Angriffe auf iranische Atomanlagen im Juni 2025. «Der nächste Angriff wird noch viel schlimmer sein! Lasst das nicht noch einmal geschehen», so Trump.
Irans Aussenminister: Ziele mit Gewalt durchsetzen ist keine Diplomatie
Zuvor hatte Irans Aussenminister Abbas Araghtschi gesagt: «Diplomatie und gleichzeitig militärische Drohungen sind weder effektiv noch nützlich (...) Wenn die USA Verhandlungen führen wollen, müssen sie Drohungen und unlogische Forderungen beiseitelegen.» Der iranische Spitzendiplomat sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna weiter: «Es ist inakzeptabel und kann auch nicht als Diplomatie bezeichnet werden, wenn eine Seite ihre Ziele mit Gewalt erreichen will.» Ausserdem habe der Iran von den USA noch keinen Vorschlag für diplomatische Verhandlungen erhalten.
Trump hatte zuvor in einer Rede im US-Bundesstaat Iowa gesagt: «Ich hoffe, dass sie ein Abkommen abschliessen.» Dem US-Nachrichtenportal «Axios» sagte Trump, der Iran sei an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert. Die Lage sei «im Fluss», weil die US-Regierung eine grosse Kriegsflotte in die Region entsandt habe.
Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) kündigte unterdessen eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten an.
Trump hat ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen. Anfang des Monats hatten die USA bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst und ausser Landes gebracht.
(AWP)
