Kritiker bemängeln, dass die Veröffentlichungen zu Trumps Gesundheit oft rosige Worte enthielten, aber kaum unabhängig nachprüfbare Fakten.
Für den 79-Jährigen war es bereits der dritte solche Termin in den vergangenen 13 Monaten. Nach der letzten regulären jährlichen Untersuchung hatte Leibarzt Sean Barbabella dem Präsidenten eine «hervorragende Gesundheit» bescheinigt.
In den USA gehört es zu den Eigenheiten des Politikbetriebs, dass Präsidenten regelmässig öffentlich Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben - nicht, weil es gesetzlich vorgeschrieben wäre, sondern weil es sich im Laufe der Jahre so eingebürgert hat.
Trump leidet an chronischem Beinvenenleiden
Trump stellt sich selbst gerne immer wieder das Zeugnis aus, topfit für sein Alter zu sein. Im Wahlkampf hatte er seinen Vorgänger, den Demokraten Joe Biden (83), dahingehend immer wieder attackiert und beleidigt. Jedoch gibt es um Trumps Gesundheitszustand immer wieder viele Spekulationen.
Im Juli horchten viele auf, als bekannt wurde, dass Trump vorsichtshalber wegen «leichter Schwellungen» im unteren Bereich seiner Beine erneut untersucht wurde. Wie das Weisse Haus in der Folge mitteilte, leidet Trump demnach an einer chronisch venösen Insuffizienz - also einer Erkrankung der Beinvenen, die vor allem bei älteren Menschen vorkommt. Trump wird am 14. Juni 80 Jahre alt.
Nach einer weiteren Untersuchung in dem Militärkrankenhaus in Bethesda am Rande der Hauptstadt im Oktober war Trump nach Angaben seines Leibarztes nicht nur kerngesund, sondern deutlich besser in Schuss als es sein Alter vermuten liesse. Barbabella kam damals zu dem Schluss, Trump habe das Herz und Gefässsystem eines 65-Jährigen.
Blutergüsse an Trumps Händen
Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand wurden in seiner zweiten Amtszeit immer wieder angeheizt - unter anderem als Aufnahmen von teils offenbar überschminkten Blutergüssen an seinen Händen und geschwollen wirkenden Beinen im Netz die Runde machten.
Trump erklärte die Blutergüsse mit häufigem Händeschütteln, seine Sprecherin Karoline Leavitt nannte zusätzlich auch noch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten als Ursache./she/DP/men
(AWP)
