Die Strasse von Hormus ist ein wichtiger Weg für Tankschiffe mit Erdöl und Flüssiggas aus der an Vorkommen reichen Region. Der Iran legte mit Attacken und Drohungen den Schiffsverkehr dort weitgehend lahm - und liess bisher nur wenige Tanker durch. Das sorgt seit Wochen für steigende Energiepreise rund um die Welt und stört unter anderem die Versorgung mit Dünger. Das teurere Benzin schürt auch Unzufriedenheit mit Trumps Vorgehen in den USA.
«Automatisch offen»
Angesprochen auf einen Bericht im «Wall Street Journal», wonach er den US-Militäreinsatz auch ohne eine Öffnung der Strasse von Hormus beenden könnte, sagte Trump, er mache sich keine Gedanken darüber. Sein Ziel sei gewesen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen könne. «Sie werden keine Atomwaffe haben. Wenn wir gehen, wird die Strasse automatisch offen sein», fuhr er fort.
Zugleich sagte Trump in dem Interview, der Iran habe keine militärische Macht mehr. «Lasst die Länder, die die Strasse nutzen - lasst sie loslegen und sie öffnen», sagte er weiter. Zuvor hatte er Ländern wie Grossbritannien empfohlen, sich Öl entweder von den USA zu kaufen oder es selbst von der Strasse von Hormus zu holen.
Ungeachtet der US-Militärschläge zeigt sich der Iran weiterhin in der Lage, die Erdöl-Transporte zu blockieren. Erst in der Nacht zum Dienstag war ein riesiger kuwaitischer Öltanker im Hafen von Dubai nach einem iranischen Angriff in Brand geraden./so/DP/he
(AWP)
