Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten in der Nacht bekanntgegeben, dass die Meerenge bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleibe. Die Durchfahrt sei verboten. Zuvor hatte die Marine der Iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben, das eine nicht genehmigte Route befahren haben soll.

Die USA bombardierten daraufhin rund 140 iranische Militärziele entlang der Südküste, das war die dritte Angriffswelle binnen einer Woche. Der Iran schlug mit Raketen und Drohnen auf Ziele in Jordanien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurück.

Gespräche endeten ohne Durchbruch

Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Strasse von Hormus. Der Golfstaat Oman, der in dem Konflikt vermittelt, legte einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Strasse von Hormus vor. Gespräche am Samstag in der omanischen Hauptstadt Maskat endeten zunächst ohne Durchbruch./alz/DP/he

(AWP)