Die Nachfrage nehme immer weiter zu, teilte der weltgrösste Chip-Auftragsfertiger am Donnerstag mit. Daher könne im laufenden Vierteljahr mit einer Verbesserung der Bestmarken gerechnet werden. Darüber hinaus hob der taiwanische Konzern seine Wachstumsziele für 2026 leicht an und gab einen beschleunigten Ausbau der Produktionskapazitäten bekannt. Die in Frankfurt notierten Aktien des wertvollsten asiatischen Unternehmens stiegen um bis zu 2,4 Prozent. An der Börse Taipeh hatten sie mit 2085 Taiwan-Dollar einen Schlusskursrekord markiert.
Das Nettoergebnis stieg im ersten Quartal überraschend deutlich um 58 Prozent auf umgerechnet 15,37 Milliarden Euro. Das war das neunte Quartal mit Gewinnsteigerungen in Folge. Vergangene Woche hatte der taiwanische Konzern mit einem Umsatzplus von 35 Prozent die Markterwartungen ebenfalls übertroffen. Für das laufende Quartal peilt TSMC Erlöse von 33 bis 34 Milliarden Euro an. Dies wäre ein Plus von bis zu 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein Rekordwert. Im Gesamtjahr werde das Geschäft voraussichtlich um mehr als 30 Prozent zulegen statt wie bisher prognostiziert um etwa 30 Prozent.
Der wichtigste Wachstumstreiber für den Konzern, der den führenden Halbleiter-Spezialisten Nvidia und den iPhone-Anbieter Apple zu seinen Kunden zählt, sind moderne Hochleistungschips. Sie tragen inzwischen etwa ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Im dritten Quartal 2023 hatte der Anteil bei lediglich sechs Prozent gelegen.
Um die Nachfrage bedienen zu können, baut TSMC seine Produktionskapazitäten massiv aus. Das Investitionsvolumen soll 2026 um 37 Prozent auf umgerechnet mehr als 47 Milliarden Euro steigen. Zudem änderte das Unternehmen die Pläne für ein neues Werk in Japan. Dort sollen statt älterer Chiptypen Halbleiter der neuesten Generation gefertigt werden.
Der Iran-Krieg habe bislang nur begrenzte Auswirkungen auf die Produktion, betonte TSMC. Der Konflikt treibe zwar die Preise für Rohstoffe in die Höhe, man verfüge aber über Sicherheitsreserven.

