Fomin sprach von öffentlichem Druck auf die Anti-Korruptionsbehörden der Ukraine, ein Strafverfahren gegen den früher engsten Mitarbeiter von Präsident Wolodymyr Selenskyj zustande zu bringen. Jermak hatte im November seinen Hut nehmen müssen, als die Behörden einen Ring mutmasslich korrupter Politiker und Geschäftsleute im Umfeld Selenskyjs aufdeckten.

Luxusbauprojekt ausserhalb von Kiew

Am Montagabend teilten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) mit, sie stuften Jermak als Verdächtigen ein. Dem Vorwurf nach habe er zu einer organisierten Gruppe gehört, die für ein Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew umgerechnet etwa neun Millionen Euro gewaschen habe.

Es gehe um sechs Personen, darunter einen früheren stellvertretenden Ministerpräsidenten, ergänzte das NABU am Dienstag ohne Nennung von Namen. Für 14.00 Uhr Kiewer Zeit (13.00 Uhr MESZ) wurde eine Pressekonferenz angekündigt./fko/DP/stk

(AWP)