Im Moskauer Gebiet kamen nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow fünf Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben. Zehn Personen seien verletzt worden, sechs von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser gebracht. Bei der Stadt Tschechow brachen Feuer in einem Industriegebiet aus, wie er mitteilte. Den grössten Brand gab es demnach bei einem Lagerhaus, das auch von Wildberries genutzt werde. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos, die Rauch über einem Lagerhaus und evakuierte Mitarbeiter zeigen sollen.

In der nordwestlich von Moskau gelegenen Region Twer sprachen Behörden ebenfalls von Schäden an einem Wildberries-Lager. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten eine Wand der Lagerhalle im Dorf Emmaus beschädigt, hiess es. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.

Tote in der Ukraine durch russische Angriffen

Auch die Ukraine beklagte nach russischen Angriffen Todesopfer. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden dem Chef der Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, zufolge zwei Mädchen im Alter von 5 und 10 Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.

In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greifen die ukrainischen Streitkräfte vor allem mit Drohnen auch Ziele im russischen Hinterland an. Diese Angriffe haben sie zuletzt ausgeweitet. Seit Mitte Juli attackiert die Ukraine immer wieder den Versandhändler Wildberries. Die Regierung in Kiew wirft dem Unternehmen vor, auch Material für den russischen Angriffskrieg zu liefern. Russische Behörden sprechen von Terrorismus gegen zivile Infrastruktur./ksr/DP/mis

(AWP)