Hintergrund ist eine Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichtshofs in Den Haag vom vergangenen April. Dieser hatte Naftogaz für Verluste auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim fünf Milliarden US-Dollar (4,6 Milliarden Euro) zugesprochen. Dem ukrainischen Konzern brechen auf der Krim seit Jahren Einnahmen aus der Förderung von Erdgas und Erdöl weg.
Das Vorgehen von Naftogaz könnte zudem richtungsweisend für das Einklagen von Kompensationen für entstandene Schäden durch den laufenden russischen Angriffskrieg sein. Russische Truppen sind vor 16 Monaten ins Nachbarland Ukraine einmarschiert und halten derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt. Ausserdem haben sie riesige Zerstörungen sowie einen Wirtschaftseinbruch in der Ukraine verursacht./ast/DP/jha