«Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen, um eine Einigung zu erreichen», so der Sprecher. Zugleich müssten die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt bleiben, betonte Guterres demnach. Dies gelte auch für die Strasse von Hormus, wo am Nachmittag eine Seeblockade durch die USA begonnen hatte.
Blockiert werden sollen laut US-Angaben Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hiess es.
Guterres: Störungen im Seehandel haben schwerwiegende Folgen
«Störungen im Seehandel durch die Strasse von Hormus haben bereits weit über die unmittelbare Region hinaus direkte Auswirkungen gezeigt und zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Instabilität sowie zu Unsicherheiten in vielen Sektoren weltweit geführt», teilte der Guterres-Sprecher mit. Die Unterbrechung der Lieferungen von Düngemitteln verschärfe zudem die Ernährungsunsicherheit für Millionen schutzbedürftiger Menschen weltweit und trage zu steigenden Lebenshaltungskosten bei.
Die Strasse von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Teheran die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was die Preise für Energie in die Höhe trieb. Der Schiffsverkehr kam weitgehend zum Erliegen. Mit der jüngsten Blockade wollen die USA den Iran unter Druck setzen.
(AWP)
