Das sind Ergebnisse einer im Fachmagazin «Agricultural and Food Economics» publizierten Studie von Agroscope und der ETH Zürich. Analysiert wurden die Ansichten und der Konsensgrad zwischen 820 Landwirten und 848 Nicht-Landwirten zur Agrarpolitik.
Neben ähnlichen Resultaten bei der Sicherung von landwirtschaftlichem Einkommen und einheimischer Lebensmittelproduktion, gab es aber auch Unterschiede. Nicht-Landwirte legen laut der Studie mehr Wert auf niedrige Lebensmittelpreise und agrarökologische Ziele als Landwirte.
Produzierende halten also Agrar-Umweltziele für deutlich weniger wichtig als Nicht-Landwirte. Die Studienautoren stellten zudem starke Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Landwirte fest, insbesondere bei der Notwendigkeit, den Klimawandel einzudämmen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Die Studie hält fest, dass Landwirte keine homogene Gruppe sind, sondern unterschiedliche Ansichten, speziell in Bezug auf Umweltziele, vertreten. Die Politik müsse dieser Heterogenität Rechnung tragen, beispielsweise durch eine effizientere Verteilung der Agrarumweltzahlungen.
Künftige agrarpolitische Reformen müssten auch ein Gleichgewicht zwischen Umweltzielen und der Sicherung der Einkommen der Landwirte finden und gleichzeitig erschwingliche Lebensmittelpreise gewährleisten. Eine ökologischere Nahrungsmittelproduktion dürfte nur umgesetzt werden, wenn diese nicht mit Einkommensverlusten in der Landwirtschaft verbunden sei.
(AWP)